Selbstempathie und Selbstwertschätzung als Eltern

Von der Kunst gut für sich selbst zu sorgen

6.30 Uhr - Kind wecken, anziehen, Sachen für den Tag einpacken und es verabschieden (derzeit bringt mein Mann unseren Sohn zur Tagesmutter). Dann weiter: eine Waschmaschine anwerfen, frühstücken, an den Rechner setzen, um Texte, Angebote, und Konzepte zu schreiben, dann eine Runde Telefonate und Organisatorisches, ggf. Termine, die wahrgenommen werden müssen. Meine To-do-Liste ist wie immer prall gefüllt. 15 Uhr!!! Jetzt aber los laufen/fahren, Söhnchen von der Tagesmutter abholen.

Mein Tag geht ab hier in die 2. Schicht: Kind entgegen nehmen, eventuelle Fragen mit der Tagesmutter besprechen, Brötchen, Kekse oder Eis kaufen, emotionale Ausbrüche auffangen, auf den Spielplatz gehen, aufpassen, trösten, zuhören, beim klettern helfen, Zeit im Auge behalten, unter Protest des kleinen Mannes aufbrechen, Windeln und Zutaten für's Abendessen kaufen, nach Hause gehen/fahren. 18.30 Uhr: Abendessen zubereiten, dem Partner zuhören, vorlesen, Wäsche aufhängen, bügeln, staubsaugen, Zähne putzen und Kind ins Bett bringen, noch ein paar Mails checken, Tagesplanung für morgen angucken oder einfach nur umfallen. 

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Das Mantra der guten Gründe

Mit dem Herzen hören und sehen lernen

In der letzten Woche habe ich viel Energie getankt. Ich besuchte einmal mehr ein Seminar zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation (GFK)", diesmal mit dem Fokus auf Kinder. Da sich der Titel mit meinem eigenen Herzensthema befasst, konnte ich nicht widerstehen und habe 3 tolle GFK Tage mit Gleichgesinnten verbracht. Mir ist in diesen intensiven Tagen wieder einmal bewusst geworden, dass die Gewaltfreie Kommunikation wirklich mein Weg ist :-). Weil sie eine Sprache ist, die aus dem Herzen kommt. Die Umsetzung der GFK orientiert sich zwar an einem 4-Schritte Modell, aber sie hängt stark von meiner inneren Haltung ab. Die Methode ist dabei nur das Hilfskonstrukt.

Ich möchte heute einen Aspekt der GFK aufgreifen, der mich während des Seminars sehr berührt hat. Diesen sehe ich als einen "Schlüssel" an, mit dem man auch ohne weitere GFK Kenntnisse schon sooooo viel Entspannung in jede Art Beziehung bringen kann. Und nun Trommelwirbel, jetzt kommt es:

Das Mantra der guten Gründe

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5 Punkte, die mir helfen die Beziehung zu meinem Kind auf Kurs zu halten

Meine innere Haltung ist der Kompass im Umgang mit meinem Kind

Ich finde es ganz wunderbar, was sich in der letzten Zeit so tut in unserer Gesellschaft hinsichtlich des Themas Kinder und „Erziehung“: Ergebnisse der Hirnforschung (speziell das Thema Bindung und seine Bedeutung für die Entwicklung des Kindes) dringen ins öffentliche Bewusstsein, es gibt tolle Blogs, die sich mit Alternativen zum herkömmlichen oft auf Gewalt basierten Erziehungsansatz beschäftigen und sogar Online Kongresse. Ich habe erst jüngst an einem teilgenommen, der unter dem Slogan lief „Beziehung statt Erziehung“.

Bei all dem spüre ich bei mir und in meinem unmittelbaren Umfeld auf der einen Seite ein „Ja“ zu einer auf Beziehung und „Augenhöhe“ orientierten "Erziehung" und auf der anderen Seite eine große Verunsicherung dahingehend wie man a) diese Ideale in der Praxis mit ihren zuweilen widrigen Gegebenheiten umsetzen kann und b) seine Perspektive im Umfeld gut vertreten kann, wenn man auf Menschen trifft, die befremdlich oder irritiert reagieren, wenn sie auf einen vom Mainstream abweichenden „Erziehungsstil“ treffen.

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Warum ich zu meinem Kind nie „Sei lieb!“ sage

Meine kleine Familie und ich melden uns aus dem Urlaub zurück. Wir haben ein paar schöne Tage in Hamburg und Kiel verbracht und mit meinem Bruder Geburtstag gefeiert. Die Auszeit hat mir sehr gut getan und ich bin mit neuer Energie aufgetankt. Das Thema für den heutigen Artikel habe ich am Kieler Strand Laboe aufgesammelt. (Ja, ich bin auch erstaunt, dass man am Strand nicht nur Quallen und Muscheln findet ;-)) Dort entstand unverhofft eine Diskussion über die Floskel „Sei lieb!“, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Ich erlebe auch hier in Erfurt immer wieder Szenen, in denen Erwachsene Kinder auffordern „lieb“ zu sein. Und weil ich mich live immer echt zusammenreißen muss, diese Menschen nicht zu belehren, mache ich mir heute mit diesem Artikel Luft.

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