„Was sollen nur die Leute denken?“ – Über eine zentrale Facette unserer Angst, nicht perfekt zu sein.

„Was ist denn das für ein Benehmen?“
„Du hast dein Kind aber gar nicht im Griff.“
„Das gehört sich aber nicht.“

Kennst du diese Sätze? Hast du sie so oder so ähnlich bereits häufiger gehört, gedacht oder gar selbst gesagt?

In einer kleinen, interessierten Runde diskutierten wir vergangenen Donnerstag über vielfältige Facetten der „Gewaltfreien Beziehungsgestaltung zu Kindern“. In der Diskussion ging es darum, ob und in welchem Ausmaß Gewaltfreiheit mit Kindern lebbar ist. Hierbei stach für mich ein Aspekt besonders hervor: Es war diese uns allen bekannte Angst davor, nicht perfekt zu sein und was die Leute über uns, unsere Kinder und unseren Umgang mit ihnen in der Öffentlichkeit denken mögen.

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Mit dem Herzen hören lernen – die Macht der Empathie

Teil 7 der Blogserie: "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben"

Herzlich willkommen zum 7. und letzten Teil meiner Blogserie. Heute möchte ich das Thema Empathie in den Vordergrund stellen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass sie eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie mir die Gewaltfreie Kommunikation gelingt.

Die eigene Empathiefähigkeit ist ein entscheidendes Puzzleteil, dass es braucht, um eine innige Verbindung zu unseren Lieben herzustellen. Wenn wir diese erreichen wollen, kommen wir gar nicht drum herum, uns in sie einzufühlen. Es fällt mir automatisch wesentlich leichter, meinen Mitmenschen gewaltfrei zu begegnen, wenn ich eine emotionale Verbindung zu ihren Gefühlen und Bedürfnissen herstellen kann.

Aber was genau ist Empathie eigentlich?

Was ich so höre und lese zu diesem Begriff, veranlasste mich, mich mit der Definition von Empathie ein bisschen intensiver zu beschäftigen. Ich bin erstaunt, wie viele Missverständnisse, aber auch unterschiedliche Ansätze es zu diesem Begriff gibt. Ich gebe euch hier mal eine kleine Kostprobe davon:

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Die Entdeckung der Freiwilligkeit – oder wie sich meine Familie ihre Bedürfnisse erfüllt

Teil 6 der Blogserie "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben"

Der heutige Artikel widmet sich dem 4. Schritt im Modell der Gewaltfreien Kommunikation. Das ist klassischerweise das Bitten um die Erfüllung unserer Bedürfnisse. Hierfür hat die GFK ein paar „Regeln“ aufgestellt. Wenn wir diese befolgen, erhöht sich zumindest die Chance, dass Andere gerne bereit sind, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Folgende Aspekte können wir dafür beachten:

Wenn wir den Sinn hinter einer Bitte erkennen, steigert dies häufig unsere Bereitschaft, dieser nachzukommen. Sinn erzeugen wir dann, wenn wir dem Anderen eine Mitteilung über unsere Situation, Gefühle und Bedürfnisse machen:

„Ich bin total müde und brauche ein wenig Unterstützung. Würdest du bitte den Abwasch machen, während ich die Wäsche zusammenlege? Beides schaffe ich heute nicht mehr, dafür bin ich zu kaputt.“

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Liebster Blog Award

Ein was? Es gibt einen Liebster Blog Award! Den kannte ich bis vorletzten Sonntag noch gar nicht und dachte zuerst "Huch, was ist das denn?". Beim Durchlesen des Leitfadens fand ich es aber ganz witzig, weil es ein bisschen den Charakter der Kettenbriefe von früher hat (wer kennt die noch?). Da mir die Idee gefällt, dass sich Blogger untereinander besser kennen lernen und vernetzten, nehme ich meine Nominierung dankend auf und schreibe heute meinen Blogpost dazu.

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Die bezaubernde Wirkung eines bedürfnisorientierten Familienlebens

Teil 5 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Meine Blogserie schreitet voran und heute ist die 3. Ebene des Modells der Gewaltfreien Kommunikation dran. Klassischerweise geht es hier um unsere Bedürfnisse und da ich den Fokus auf der Gestaltung von gewaltfreien Familienbeziehungen gelegt habe, möchte ich mich heute dem Thema bedürfnisorientiertes Familienleben widmen.

Wie ich bereits im 2. Teil der Serie beschrieben habe, geht es uns in unserem Leben darum, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Es macht absolut Sinn, das eigene Leben bewusst nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten, weil wir dadurch Leichtigkeit, Leidenschaft und Glück in unser Leben holen.

Wenn wir eine Familie gründen, erfüllen wir uns damit ebenfalls lediglich Bedürfnisse. Wir bereichern unser Leben dadurch wahrscheinlich mit Liebe, Nähe, Zugehörigkeit, Sinn, Freude, etc. Read more

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