„Ich will das nicht!“ – Wie ein klarer Fokus auf unsere Bedürfnisse ein gewaltfreies und liebevolles Familienleben ermöglicht

„Der Wille eines Menschen ist die Kraft, sich seine und anderer Menschen Bedürfnisse zu erfüllen.“ Britta Hahn

Dieses Zitat vorangestellt möchte ich mich heute mit einem Thema befassen, dass mir in meinem Umfeld und meiner Arbeit immer wieder begegnet. Viele Eltern haben verstanden, dass es kontraproduktiv für die Entwicklung ihrer Kinder ist, wenn sie diese zu Gehorsam erziehen und mit Strafen oder Manipulationen arbeiten - sprich emotionale Gewalt anwenden, um sie zu etwas zu bewegen. Sie lehnen die Erziehungsmethoden ab, die sie von den eigenen Eltern erfahren haben und wissen ganz genau, wie sie nicht handeln wollen.

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7 Aspekte, die mir dabei helfen, das Gleichgewicht in der gewaltfreien Beziehungsarbeit zu halten

Heute Morgen las ich einen Artikel, der mich in seiner Ehrlichkeit in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen in der gewaltfreien oder unerzogenen Beziehungsarbeit innerhalb der Familie stark beeindruckt hat (hier der Link zum Artikel).

Die Autorin Sylvie spricht an, dass Eltern, die sich ernsthaft auf den Weg der Gewaltfreiheit begeben haben oder der Grundhaltung unerzogen nahe stehen (das ist für mich das Gleiche), Gefahr laufen, in eine Falle zu tappen:

Nachdem einmal verstanden wurde, dass bestimmte Handlungen und auch Kommunikationsweisen dem Kind schaden könnten, versuchen Eltern so viel an schädlichen Verhaltensweisen zu vermeiden, wie möglich. Sie fokussieren sich sehr auf die Bedürfnisse der Kinder und versagen sich oder ignorieren dabei die eigenen.

Ebenfalls kommt in dem Artikel die Selbst-Verurteilung der eigenen Handlungen zur Sprache, die in den wenigsten Fällen 100% gewaltfrei sind – ja, gar nicht sein können, weil wir alle noch in alten Erziehungsmustern verhaftet sind.

Was Sylvie in ihrem Artikel anspricht, findet bei mir Zustimmung, a) weil ich es selbst so erlebt habe, b) weil viele Menschen, mit denen ich zu tun habe, genau diese Ängste auf die ein oder andere Weise artikulieren, und c) weil auch ich ein Ungleichgewicht in der Hinsicht, den Kindern nicht schaden zu wollen, beobachten kann.

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5 Punkte, die mir helfen die Beziehung zu meinem Kind auf Kurs zu halten

Meine innere Haltung ist der Kompass im Umgang mit meinem Kind

Ich finde es ganz wunderbar, was sich in der letzten Zeit so tut in unserer Gesellschaft hinsichtlich des Themas Kinder und „Erziehung“: Ergebnisse der Hirnforschung (speziell das Thema Bindung und seine Bedeutung für die Entwicklung des Kindes) dringen ins öffentliche Bewusstsein, es gibt tolle Blogs, die sich mit Alternativen zum herkömmlichen oft auf Gewalt basierten Erziehungsansatz beschäftigen und sogar Online Kongresse. Ich habe erst jüngst an einem teilgenommen, der unter dem Slogan lief „Beziehung statt Erziehung“.

Bei all dem spüre ich bei mir und in meinem unmittelbaren Umfeld auf der einen Seite ein „Ja“ zu einer auf Beziehung und „Augenhöhe“ orientierten "Erziehung" und auf der anderen Seite eine große Verunsicherung dahingehend wie man a) diese Ideale in der Praxis mit ihren zuweilen widrigen Gegebenheiten umsetzen kann und b) seine Perspektive im Umfeld gut vertreten kann, wenn man auf Menschen trifft, die befremdlich oder irritiert reagieren, wenn sie auf einen vom Mainstream abweichenden „Erziehungsstil“ treffen.

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Warum ich zu meinem Kind nie „Sei lieb!“ sage

Meine kleine Familie und ich melden uns aus dem Urlaub zurück. Wir haben ein paar schöne Tage in Hamburg und Kiel verbracht und mit meinem Bruder Geburtstag gefeiert. Die Auszeit hat mir sehr gut getan und ich bin mit neuer Energie aufgetankt. Das Thema für den heutigen Artikel habe ich am Kieler Strand Laboe aufgesammelt. (Ja, ich bin auch erstaunt, dass man am Strand nicht nur Quallen und Muscheln findet ;-)) Dort entstand unverhofft eine Diskussion über die Floskel „Sei lieb!“, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Ich erlebe auch hier in Erfurt immer wieder Szenen, in denen Erwachsene Kinder auffordern „lieb“ zu sein. Und weil ich mich live immer echt zusammenreißen muss, diese Menschen nicht zu belehren, mache ich mir heute mit diesem Artikel Luft.

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So reden, dass die Botschaft beim Kind ankommt

Kluge Kommunikation erhöht die Chancen, gehört und geachtet zu werden

In meinem Familienleben hat die Kommunikation, das miteinander sprechen, schon von Berufswegen einen hohen Stellenwert. Es gibt jedoch immer wieder Situationen, in denen mein Sohn mich einfach nicht hört. Das bedeutet zum einen, dass er manchmal nicht auf mich hört, im Sinne, dass er nicht tut, was ich möchte. Eine zweite Sache trifft in dieser Bedeutung auch zu, nämlich, dass er tatsächlich in vielen Fällen nicht reagiert, wenn ich ihn anspreche. Ich nenne das manchmal zum Spaß "selektiven Autismus"

Was aber hat es mit dieser scheinbaren "Wahrnehmungsstörung" auf sich?  Was kann ich tun, damit mein Kind mich "hört"? Und was kann ich tun, damit mein Kind tut, was ich sage? Dazu habe ich mal wieder ein bisschen recherchiert bzw, meinen Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation zu Rate gezogen.

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3 befreiende Fakten über negative Gefühle wie Wut und Trauer

Schwierige Situationen gehen oft mit vielen negativen Gefühlen einher. Ich erlebe dies gerade sehr intensiv, denn die Trauerarbeit nach einem Todesfall im engsten Familienkreis ist der Extremfall einer "schwierigen Situation". Ich sehe mich gerade täglich mit einer Vielzahl negativer Gefühle konfrontiert. Das Repertoire reicht dabei von Schmerz, Trauer, Niedergeschlagenheit über Wut bis hin zu Schuldgefühlen. Da ich zu den Menschen gehöre, die nicht gerne leiden, habe ich, anstatt mich in einer Ecke zusammen zu rollen und weiter zu leiden, mich aktiv mit diesem ganzen Gefühlschaos auseinander gesetzt. Dabei kamen mir ein paar erhellende Einsichten, die mir sehr helfen und mich so langsam wieder auftauchen lassen aus dieser emotional sehr dunklen Phase.

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3 wichtige Erkenntnisse, über das „schwierige“ Verhalten meines Kindes

 

schwieriges Verhalten von Kindern

 

Kennt ihr das? Ihr geht einkaufen mit eurem Kind. Es entdeckt irgendwo im Regal etwas Süßes und möchte dies unbedingt haben. Ihr wisst aber um die ohnehin überfüllte Süßigkeitenschale zu hause und verweigert ihm diesen Wunsch.

Der Auftakt des Dramas ist getan!

Das Kind beginnt zu quengeln, steigert sich in ein Weinen hinein und wirft sich zu guter Letzt auf den Boden und brüllt! Alles dreht sich zu dir und deinem tobenden Kind um, du kannst die abfälligen Gedanken der Zeugen förmlich sehen, bist selbst gestresst und kurz davor zu platzen oder zumindest total genervt, weil es eine Weile dauern wird, bis du die Situation wieder unter Kontrolle hast.

Diese und ähnliche Szenen kann man auch anderes angehen, man kann in 3 einfachen Schritten die Perspektive wechseln und das Drama deutlich entschärfen. Wie also?

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