5 Dinge, die ich lernte, weil ich ein unerzogenes Kind habe

Der Jahreswechsel ist ja immer so eine Zeit, die sich für intensive Innenschau und Bilanz ziehen über die aktuelle Ausrichtung des eigenen Lebens eignet. Dieses Jahr dauert mein Prozess sehr lange, weil ich wirklich fundamentale Änderungen erfahren habe und diese ganz bewusst würdigen will.

Eine Sache, die sich immer wieder in mir abspielt, ist das Erleben, dass mir der Alltag mit Kind manchmal über den Kopf wächst. Das sind die Situationen, in denen ich als Mutter verzweifele, weil ich glaube, dass, seitdem ich ein Kind habe, einfach das ganze Leben Kopf steht. Da kommt bei mir schnell das Gefühl von Überforderung auf, weil in meiner Wahrnehmung nichts mehr nach Plan läuft. Das sind die Tage, an denen um jede Ecke kleine bis mittlere Katastrophen lauern und Entspannung und Erholung im eigenen Sprachgebrauch nicht mehr vorzukommen scheinen.

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„Was sollen nur die Leute denken?“ – Über eine zentrale Facette unserer Angst, nicht perfekt zu sein.

„Was ist denn das für ein Benehmen?“
„Du hast dein Kind aber gar nicht im Griff.“
„Das gehört sich aber nicht.“

Kennst du diese Sätze? Hast du sie so oder so ähnlich bereits häufiger gehört, gedacht oder gar selbst gesagt?

In einer kleinen, interessierten Runde diskutierten wir vergangenen Donnerstag über vielfältige Facetten der „Gewaltfreien Beziehungsgestaltung zu Kindern“. In der Diskussion ging es darum, ob und in welchem Ausmaß Gewaltfreiheit mit Kindern lebbar ist. Hierbei stach für mich ein Aspekt besonders hervor: Es war diese uns allen bekannte Angst davor, nicht perfekt zu sein und was die Leute über uns, unsere Kinder und unseren Umgang mit ihnen in der Öffentlichkeit denken mögen.

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Das Mantra der guten Gründe

Mit dem Herzen hören und sehen lernen

In der letzten Woche habe ich viel Energie getankt. Ich besuchte einmal mehr ein Seminar zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation (GFK)", diesmal mit dem Fokus auf Kinder. Da sich der Titel mit meinem eigenen Herzensthema befasst, konnte ich nicht widerstehen und habe 3 tolle GFK Tage mit Gleichgesinnten verbracht. Mir ist in diesen intensiven Tagen wieder einmal bewusst geworden, dass die Gewaltfreie Kommunikation wirklich mein Weg ist :-). Weil sie eine Sprache ist, die aus dem Herzen kommt. Die Umsetzung der GFK orientiert sich zwar an einem 4-Schritte Modell, aber sie hängt stark von meiner inneren Haltung ab. Die Methode ist dabei nur das Hilfskonstrukt.

Ich möchte heute einen Aspekt der GFK aufgreifen, der mich während des Seminars sehr berührt hat. Diesen sehe ich als einen "Schlüssel" an, mit dem man auch ohne weitere GFK Kenntnisse schon sooooo viel Entspannung in jede Art Beziehung bringen kann. Und nun Trommelwirbel, jetzt kommt es:

Das Mantra der guten Gründe

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5 Punkte, die mir helfen die Beziehung zu meinem Kind auf Kurs zu halten

Meine innere Haltung ist der Kompass im Umgang mit meinem Kind

Ich finde es ganz wunderbar, was sich in der letzten Zeit so tut in unserer Gesellschaft hinsichtlich des Themas Kinder und „Erziehung“: Ergebnisse der Hirnforschung (speziell das Thema Bindung und seine Bedeutung für die Entwicklung des Kindes) dringen ins öffentliche Bewusstsein, es gibt tolle Blogs, die sich mit Alternativen zum herkömmlichen oft auf Gewalt basierten Erziehungsansatz beschäftigen und sogar Online Kongresse. Ich habe erst jüngst an einem teilgenommen, der unter dem Slogan lief „Beziehung statt Erziehung“.

Bei all dem spüre ich bei mir und in meinem unmittelbaren Umfeld auf der einen Seite ein „Ja“ zu einer auf Beziehung und „Augenhöhe“ orientierten "Erziehung" und auf der anderen Seite eine große Verunsicherung dahingehend wie man a) diese Ideale in der Praxis mit ihren zuweilen widrigen Gegebenheiten umsetzen kann und b) seine Perspektive im Umfeld gut vertreten kann, wenn man auf Menschen trifft, die befremdlich oder irritiert reagieren, wenn sie auf einen vom Mainstream abweichenden „Erziehungsstil“ treffen.

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Mehr Leichtigkeit im Alltag

Das Leben mit meinem Kind findet Jetzt statt!

Seitdem ich Mutter geworden bin, hat mein Stresspegel in einem Maß zugenommen, dass ich mir vorher nicht hätte träumen lassen. Manchmal habe ich das Gefühl erdrückt zu werden von der Flut an Entscheidungen die ich treffen soll, dem engmaschigen Zeitplan zwischen beruflicher Tätigkeit, ehrenamtlichen Verpflichtungen und der Organisation meines Alltags plus dem meines Kindes.

Gleichzeitig weigere ich mich, mich von dieser Hektik so treiben zu lassen, dass ich das Gefühl habe erst wieder frei zu sein, wenn mein Kind aus dem Haus ist. Ich will die Zeit mit meinem Kind bewusst erleben, will so viele Momente wie möglich genießen und mich nicht in 10 Jahren fragen müssen: "Wo ist die Zeit hin?". Oder mir vorwerfen: "Ach hätte ich doch die Zeit mit meinem Kind intensiver erlebt."

Ja genau! Das ist mein Ideal: Das Leben genießen und die gemeinsam Zeit bewusst zu verbringen. Das weiß ich inzwischen und trainiere mich darin, jeden Tag.

Aber wie kann das gehen, wenn man sooooo viel Stress hat?

Ich will euch heute mal ein paar Tipps mitgeben, die das eigene Mindset auf "den Alltag genießen" ausrichten:

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Eine neue Dimension von Liebe

Seitdem ich Mutter geworden bin, erfahre ich täglich wahrhaftig eine neue Dimension von Liebe. Bereits kurz nach der Geburt meines Sohnes schäumte ich quasi über vor Glück und bin seither dauerverliebt in meinen kleinen Sohn. 

Anlässlich des 2. Geburtstages meines Söhnchens, blicke ich zurück auf 2 Jahre "Mama sein" und werde mir einmal mehr bewusst, dass die Liebe zu meinem Kind mit nichts vergleichbar ist, was ich zuvor in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen erlebt habe. Es fühlt sich an, als wäre mein Herz gewachsen, als sei es einfach durch die Geburt dieses Kindes um seine doppelte Größe angewachsen. 

Damit geht aber auch einher, dass ich inzwischen Ängste und Sorgen ausstehe, die ich früher nie kannte. Na und was natürlich auch angewachsen ist, ist das Stresslevel. Es ist, als hätte das Mutter sein mein Leben in alle Richtungen mit "Mehr" angereichert: mehr Liebe, mehr Chaos, mehr Lachen, mehr Verantwortung, mehr Stress, mehr Gefühle, mehr Bedürfnisse, ... 

Es ist kurz gesagt, die ganze Fülle des Lebens!

Im Alltag geht der Blick für die Liebe zum eigenen Kind aber manchmal flöten. Das liegt einfach an dieser Alltagskatastrophe, die ein Leben mit Kleinkind darstellt. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ein so kleines Kind mein Leben so intensiv auf den Kopf stellen kann. Ich bin eigentlich jeden Tag in der Situation, dass mich mein Söhnchen mit irgendetwas konfrontiert, an dem ich wachsen darf (das ist inzwischen meine Perspektive zu "schwierigen Verhaltensweisen"). Es gibt natürlich auch Tage, an denen es flutscht, an denen ich darin baden kann, einen so großartigen kleinen Sohn zu haben. Das ist aber eher die Ausnahme. Mehrheitlich verlaufen die Tage so, dass kein Plan aufgeht, dass spontaner und kreativer Umgang mit der Situation gefordert ist und dass garantiert keine Rücksicht auf meine eigenen Befindlichkeiten genommen wird. Das sind die Tage, an denen ich sehr häufig gestresst bin. 

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Vom Glück des Trödelns

Wie ich mich gelassener auf das Tempo meines Kindes einlassen kann

Mein Söhnchen ist in letzter Zeit ein echtes "Bummelkind" geworden. Viele Alltagsabläufe dauern länger, weil er neue Dinge entdeckt, spielt oder etwas "selber machen" will. Das ist besonders morgens eine echte Herausforderung. 

Aber was erzähle ich den erfahrenen Eltern hier? Ich wette mit euch, Jeder! kennt dieses Phänomen, das besonders dann auftritt, wenn wir es eilig haben.

Nun habe ich aber überhaupt keine Lust, mich davon länger stressen zu lassen. Deshalb habe ich das "Trödelverhalten" meines Sohnes genauer unter die Lupe genommen. Je mehr ich es beobachte und mich auch belesen habe, desto mehr kann ich mich mit dem Trödeln anfreunden. Aber lest selbst!

Trödeln ist ganz normal

Das Kinder trödeln liegt einfach daran, dass ihr Gehirn auf einen Situationswechseln noch nicht so flexibel reagiert, wie das eines Erwachsenen. D.h. gerade die situativen Übergänge (z.B. anziehen und nach draußen gehen, Abends ins Bett gehen, etc.) sind für die Kleinen schwieriger, weil sie sich dann lösen müssen von warmer Kleidung, dem Spielzeug, den Eltern, etc. Sie brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen.

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Die Magie des Annehmens von Menschen und Situationen

Annahme - ein für mich erfolgreiches Experiment

Nachdem ich letzte Woche von der heilsamen Wirkung der Betrachtung von Bedürfnissen hinter meinen negativen Gefühlen berichtet habe, ist mir heute danach, euch an einer weiteren wichtigen Komponente meines Trauer Verarbeitungsprozesses teilhaben zu lassen:

Die Annahme der Situation

Es mag vielleicht einfach klingen, aber die Wahrheit ist, dass die Annahme der Tatsache, dass mein Vater tot ist, ein Prozess ist. 

Jedes mal, wenn ich mich bewusst mit diesem Fakt konfrontiere, wallen enorm viele Gefühle in mir auf. Mein erster Reflex war noch vor wenigen Tagen, diese wieder weg zu schieben, weil Schmerz und Trauer einfach keine schönen Gefühle sind. Es tut enorm weh. Dennoch lohnt es sich für mich, hin zu schauen und den Schmerz anzunehmen. Ich versuche hierbei ihn so klar wie möglich wahrzunehmen, ohne dabei etwas hinzu zu fügen oder etwas weg zu lassen: "Da ist Schmerz."

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3 wichtige Erkenntnisse, über das „schwierige“ Verhalten meines Kindes

 

schwieriges Verhalten von Kindern

 

Kennt ihr das? Ihr geht einkaufen mit eurem Kind. Es entdeckt irgendwo im Regal etwas Süßes und möchte dies unbedingt haben. Ihr wisst aber um die ohnehin überfüllte Süßigkeitenschale zu hause und verweigert ihm diesen Wunsch.

Der Auftakt des Dramas ist getan!

Das Kind beginnt zu quengeln, steigert sich in ein Weinen hinein und wirft sich zu guter Letzt auf den Boden und brüllt! Alles dreht sich zu dir und deinem tobenden Kind um, du kannst die abfälligen Gedanken der Zeugen förmlich sehen, bist selbst gestresst und kurz davor zu platzen oder zumindest total genervt, weil es eine Weile dauern wird, bis du die Situation wieder unter Kontrolle hast.

Diese und ähnliche Szenen kann man auch anderes angehen, man kann in 3 einfachen Schritten die Perspektive wechseln und das Drama deutlich entschärfen. Wie also?

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