Mit dem Herzen hören lernen – die Macht der Empathie

Mit dem Herzen hören lernen – die Macht der Empathie

Teil 7 der Blogserie: „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Herzlich willkommen zum 7. und letzten Teil meiner Blogserie. Heute möchte ich das Thema Empathie in den Vordergrund stellen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass sie eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie mir die Gewaltfreie Kommunikation gelingt.

Die eigene Empathiefähigkeit ist ein entscheidendes Puzzleteil, dass es braucht, um eine innige Verbindung zu unseren Lieben herzustellen. Wenn wir diese erreichen wollen, kommen wir gar nicht drum herum, uns in sie einzufühlen. Es fällt mir automatisch wesentlich leichter, meinen Mitmenschen gewaltfrei zu begegnen, wenn ich eine emotionale Verbindung zu ihren Gefühlen und Bedürfnissen herstellen kann.

Aber was genau ist Empathie eigentlich?

Was ich so höre und lese zu diesem Begriff, veranlasste mich, mich mit der Definition von Empathie ein bisschen intensiver zu beschäftigen. Ich bin erstaunt, wie viele Missverständnisse, aber auch unterschiedliche Ansätze es zu diesem Begriff gibt. Ich gebe euch hier mal eine kleine Kostprobe davon: (mehr …)

Die Entdeckung der Freiwilligkeit – oder wie sich meine Familie ihre Bedürfnisse erfüllt

Die Entdeckung der Freiwilligkeit – oder wie sich meine Familie ihre Bedürfnisse erfüllt

Teil 6 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Der heutige Artikel widmet sich dem 4. Schritt im Modell der Gewaltfreien Kommunikation. Das ist klassischerweise das Bitten um die Erfüllung unserer Bedürfnisse. Hierfür hat die GFK ein paar „Regeln“ aufgestellt. Wenn wir diese befolgen, erhöht sich zumindest die Chance, dass Andere gerne bereit sind, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Folgende Aspekte können wir dafür beachten:

Wenn wir den Sinn hinter einer Bitte erkennen, steigert dies häufig unsere Bereitschaft, dieser nachzukommen. Sinn erzeugen wir dann, wenn wir dem Anderen eine Mitteilung über unsere Situation, Gefühle und Bedürfnisse machen:

„Ich bin total müde und brauche ein wenig Unterstützung. Würdest du bitte den Abwasch machen, während ich die Wäsche zusammenlege? Beides schaffe ich heute nicht mehr, dafür bin ich zu kaputt.“ (mehr …)

Die bezaubernde Wirkung eines bedürfnisorientierten Familienlebens

Die bezaubernde Wirkung eines bedürfnisorientierten Familienlebens

Teil 5 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Meine Blogserie schreitet voran und heute ist die 3. Ebene des Modells der Gewaltfreien Kommunikation dran. Klassischerweise geht es hier um unsere Bedürfnisse und da ich den Fokus auf der Gestaltung von gewaltfreien Familienbeziehungen gelegt habe, möchte ich mich heute dem Thema bedürfnisorientiertes Familienleben widmen.

Wie ich bereits im 2. Teil der Serie beschrieben habe, geht es uns in unserem Leben darum, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Es macht absolut Sinn, das eigene Leben bewusst nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten, weil wir dadurch Leichtigkeit, Leidenschaft und Glück in unser Leben holen.

Wenn wir eine Familie gründen, erfüllen wir uns damit ebenfalls lediglich Bedürfnisse. Wir bereichern unser Leben dadurch wahrscheinlich mit Liebe, Nähe, Zugehörigkeit, Sinn, Freude, etc. (mehr …)

Der Wert von Gefühlen für unsere Beziehungsgestaltung

Der Wert von Gefühlen für unsere Beziehungsgestaltung

Teil 4 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Herzlich willkommen zum vierten Teil meiner Blogserie! Es soll heute um die zweite Komponente des 4-Schritte Modells der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg gehen: Die Ebene der Gefühle. Ich muss zugeben, dass mir dieses Thema ein wenig Unbehagen bereitet. Gefühle zu besprechen eröffnet ein „weites Feld“ und die Gefahr, sich darin zu verzetteln ist groß.

Ich möchte gerne Klarheit über die Bedeutung der Gefühle in unseren Beziehungen schaffen, ohne dich als Leser zu verunsichern oder die allgemeine Angst, die mit diesem Thema einher geht noch zu verstärken.

Vielleicht ist es sinnvoll, damit zu beginnen, welche Funktion unsere Gefühle haben: Sie sind einfach gesagt, die Signallampen für unsere Bedürfnisse. Sie vermitteln uns, ob unsere Bedürfnisse befriedigt sind (Zufriedenheit, Wohlsein, positive Gefühle) oder ob wir etwas brauchen (Unbehagen, Unwohlsein, negative Gefühle). (mehr …)

von Gedanken, die unser (Familien)Leben erschweren

von Gedanken, die unser (Familien)Leben erschweren

Teil 3 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

„Willst du recht haben oder glücklich sein? Beides geht nicht.“ Marshall B. Rosenberg

Mit diesem Zitat möchte ich gern den dritten Teil meiner Blogserie einleiten. In diesem Artikel wird es ein bisschen „technisch“, weil ich ab jetzt nahe am 4-Schritte-Modell der Gewaltfreien Kommunikation argumentieren werde. Ich begebe mich heute in den ersten Bereich des Modells: Die gedankliche Ebene, die sozusagen auch der Ausgangspunkt für eine gewaltfreie Kommunikation ist.

Als ich mich auf den Weg der Gewaltfreien Kommunikation begab, stellte ich sehr schnell fest, dass meine Art zu denken ein grundlegendes Hindernis in meiner Kommunikation und Beziehungsgestaltung war (und z.T. immer noch ist).

Wie können Gedanken ein Hindernis sein?

Nun, ich, du und wir alle denken die ganze Zeit, ununterbrochen. Da ist ein regelrechtes Grundrauschen in unserem Kopf, das wir häufig nicht einmal bemerken. Erst, wenn wir zur Ruhe kommen wollen, z.B. wenn wir abends schlafen gehen wollen, bemerken wir dieses Gedankenkarussell. Noch deutlicher werden uns diese Gedanken, wenn wir uns einmal bewusst zur Meditation hin setzen. Es fällt Ungeübten sehr schwer, sich auch nur eine Minute lang auf die Beobachtung des eigenen Atems zu konzentrieren und nicht gleich wieder mit den Gedanken abzuschweifen.

Seitdem ich täglich einige Minuten meditiere ist mir deutlich bewusst geworden, dass ein großer Teil meiner Gedankenprozesse das „Beurteilen“ meiner eigenen Handlungen und Erfahrungen, sowie das anderer Menschen und auch Situationen beinhaltet. Ich ordne meine Erlebnisse und Erfahrungen unentwegt in irgendwelche Schubladen ein. Wenn ich dabei nicht aufpasse, fälle ich nicht nur meine Urteile, sondern halte das dann auch noch für die „Wahrheit“.

Das hat mitunter fatale Folgen, weil ich meine Kommunikation dann entsprechend dieser Urteile ausrichte. Was dabei passiert ist, dass ich mich von meinen Mitmenschen entfremde und nicht selten in Streit und Konflikte gerate. Dann bin ich schon mittendrin in einem Prozess, der mich anfällig für Gewalt jeder Art macht. (mehr …)

Meine innere Haltung oder warum ich nicht erziehe

Meine innere Haltung oder warum ich nicht erziehe

Teil 2 der Blogserie „Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben“

Hallo zum 2. Teil meiner Blogserie. Ich bin ganz platt vom zahlreichen Feedback und der positiven Resonanz auf meinen ersten Artikel. Gleichzeitig haben mich einige Fragen und Kommentare im social media Bereich auch angeregt nochmal etwas deutlicher darauf einzugehen, was ich hier eigentlich mache. Dabei ist es auch nötig zu sagen, was ich nicht mache: Ich beschäftige mich nicht mit Erziehung! Ich gebe euch definitiv keine Rezepte, wie man ein Kind möglichst „harmonisch und kuschelig“ erziehen oder dressieren kann.

Sondern, ich beschäftige mich mit der liebevollen und gewaltfreien Gestaltung der Beziehung zu meinem Sohn und zu meinem Mann.

Es gibt von mir Beispiele für Beziehungsgestaltung aus dem echten, in diesem Fall, meinem Leben und gaaaanz viel Anregung für die Arbeit an sich selbst! Für beides kann ich nicht garantieren, dass es in der Nachahmung 1:1 funktioniert!!!

Warum? Weil es das Leben ist und kein vorab geschriebenes Drehbuch!

Mein Sohn, mein Mann und ich sind Individuen und als Familiengefüge genauso individuell wie jede andere Familie auch. Wir sind echte Menschen mit unseren Bedürfnissen, Gefühlen und (u.U. eingeschränkten) Fähigkeiten, diese zu kommunizieren. Bei uns gibt es keine Knöpfe, die man drücken muss und dann läuft alles wie geschmiert! Ich vergeige selbst auch immer noch genügend Situationen, erlebe entsprechend Konflikte und doofe Gefühle und bin ganz und gar keine Übermama. (mehr …)