Meine innere Haltung oder warum ich nicht erziehe

Teil 2 der Blogserie "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben"

Hallo zum 2. Teil meiner Blogserie. Ich bin ganz platt vom zahlreichen Feedback und der positiven Resonanz auf meinen ersten Artikel. Gleichzeitig haben mich einige Fragen und Kommentare im social media Bereich auch angeregt nochmal etwas deutlicher darauf einzugehen, was ich hier eigentlich mache. Dabei ist es auch nötig zu sagen, was ich nicht mache: Ich beschäftige mich nicht mit Erziehung! Ich gebe euch definitiv keine Rezepte, wie man ein Kind möglichst "harmonisch und kuschelig" erziehen oder dressieren kann.

Sondern, ich beschäftige mich mit der liebevollen und gewaltfreien Gestaltung der Beziehung zu meinem Sohn und zu meinem Mann. 

Es gibt von mir Beispiele für Beziehungsgestaltung aus dem echten, in diesem Fall, meinem Leben und gaaaanz viel Anregung für die Arbeit an sich selbst! Für beides kann ich nicht garantieren, dass es in der Nachahmung 1:1 funktioniert!!!

Warum? Weil es das Leben ist und kein vorab geschriebenes Drehbuch!

Mein Sohn, mein Mann und ich sind Individuen und als Familiengefüge genauso individuell wie jede andere Familie auch. Wir sind echte Menschen mit unseren Bedürfnissen, Gefühlen und (u.U. eingeschränkten) Fähigkeiten, diese zu kommunizieren. Bei uns gibt es keine Knöpfe, die man drücken muss und dann läuft alles wie geschmiert! Ich vergeige selbst auch immer noch genügend Situationen, erlebe entsprechend Konflikte und doofe Gefühle und bin ganz und gar keine Übermama.

Aber ich habe Ideale und die im letzten Artikel beschriebenen Motive, diese zu verfolgen. Und ich habe ein Menschenbild, das meine innere Haltung in der Gestaltung meiner Beziehungen enorm beeinflusst. Darum soll es heute gehen.

Zunächst aber noch ein paar Worte zum Thema Erziehung:

Ich habe großes Verständnis für alle Eltern, die sich nach einer Orientierung im Umgang mit ihren Kindern sehnen. Wir sind des Öfteren überfordert, mit dem für uns häufig nicht nachvollziehbaren Verhalten der Kleinen, mit dem was im Angesicht dessen manchmal alles nicht zu bewältigen ist und mit der Verantwortung, die wir als Eltern unserem Kind gegenüber tragen.

Photo by Damielle McInnes
Photo by Damielle McInnes

Das macht uns manchmal Angst und diese Angst entfremdet uns von dem Vertrauen, dass wir in uns und unsere Kinder haben sollten. Diese Angst macht uns außerdem anfällig für Konzepte und Ideen, die uns Handlungsanleitungen im Umgang mit unseren Kindern geben, die wir dann Erziehung nennen. Ich lehne Erziehung im herkömmlichen Sinne ab, weil ich großes Vertrauen darin habe, dass mein Sohn so wie er ist, vollkommen ist und nicht erst von mir zu irgendetwas "hin gebogen" werden muss. Was ich mir von ihm an "Verhaltensweisen" wünsche, bekommt er ohnehin von uns als Eltern mit, indem wir es ihm vorleben.

Jesper Juul und andere Autoren haben bereits mehrfach beschrieben, dass das Vorleben von gewünschten Verhaltensweisen die beste Lernmethode ist. Wenn ich also von meinem Kind z.B. möchte, dass es "bitte" und "danke" sagt, dann sollte ich diese kleinen Zauberworte auch im Umgang mit ihm benutzen! Und ich kann euch sagen, dass funktioniert! Mein Sohn ist jetzt gerade mal 28 Monate alt und verwendet beide Höflichkeitsformen, ohne dass ich ihn jemals dazu "erzogen" hätte. Er ahmt mich und meinen Mann lediglich nach!

Ich wage es nicht, irgendeiner Mutter oder einem Vater zu sagen, was richtig und was falsch ist! Ich kann immer nur für mich sprechen und Eindrücke geben, wie ich bestimmte Situationen sehe und händle oder damit umgehen würde. 

Die im Internet immer wieder aufflammende Diskussion um den Erziehungsbegriff halte ich für wenig Ziel führend, weil sie meiner Meinung nach zu nichts führt außer zu Trennung zwischen uns, die wir doch als Eltern alle im selben Boot sitzen! Ich baue vielmehr auf gegenseitige Unterstützung, weshalb ich auch diesen Blog schreiben. Wir leisten als Eltern alle jeden Tag enorm viel und ich vertraue darauf, dass jeder von uns jeden Moment sein Bestes gibt als Mutter, als Vater oder als Partner.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Mensch wirklich Lust hat, Gewalt auszuüben. Wir wollen alle Leichtigkeit, Liebe, Offenheit, Respekt, Vertrauen usw. in unseren Beziehung! Das ist unser Nährboden. Darum konzentriere ich mich auf die Gestaltung von Beziehungen!

Tja, und wie gelingen diese Beziehungen nun?

Wir gestalten unsere Beziehungen in erster Linie durch Kommunikation. Wir kommunizieren immer und oft automatisch auf allen Ebenen. Ich kann nicht „nicht kommunizieren“! Selbst wenn ich schweige, trägt das eine Botschaft für den Rest der Familie in sich und löst ggf. Reaktionen aus.

Die Art, wie ich mit meinen Nächsten kommuniziere, wird stark geprägt von dem Menschenbild, dass ich in mir trage: Von meinen Überzeugungen (Werten und Normen) darüber, wie Menschen sind, wie sie sich verhalten sollten und wie sie miteinander umgehen sollten.

Als Soziologin, mit Auslandserfahrung und einem Appetit darauf "fremde Kulturkreise" zu erforschen, bin ich einer Menge dieser Menschenbilder z.B. in Form von nationalen Identitäten, Religion und Philosophien begegnet. Das spannende dabei ist, dass sich viele dieser Anschauungen in ihren grundlegenden Werten gleichen, selbst wenn sie sich z.B. in Form von religiösen Strömungen einander stark anfeinden, ja sogar bekriegen.

Als ich vor gut 4 Jahren der Gewaltfreien Kommunikation begegnet bin, hat es bei mir "klick" gemacht. Marshall Rosenbergs große Leistung besteht für mich darin, dass er aus diesen ganzen "Menschenbildern" eine alles entscheidende Essenz heraus gelöst hat, indem er den Fokus auf unsere Bedürfnisse gerichtet hat. Das hat mich echt aus den Socken gehoben und ich wusste, dass meine eigene Suche nach Orientierung ein Ende hatte.

Worin also besteht die Magie, dieser an Bedürfnissen ausgerichteten Haltung?

Wir haben alle Bedürfnisse

und niemand kann einem anderen Menschen ein Bedürfnis absprechen (wir reden noch nicht über die Erfüllung), wenn es als solches artikuliert wird. Wir sind immer in der Lage, die Bedürfnisse eines anderen als gleichwertig zu unseren Bedürfnissen anzuerkennen. Wir alle brauchen z.B. Nahrung, Wärme, Schutz, Liebe, Zugehörigkeit, Vertrauen, Wachstum, Lernen, Kreativität, etc...

All diese Bedürfnisse dienen dem Leben in uns

und äußern sich je nach ihrer Dringlichkeit. Hunger, Durst und Müdigkeit sind z.B. Anzeichen für ganz essentielle Bedürfnisse, wie Nahrung, Schutz und Erholung/Ruhe. Andere Bedürfnisse äußern sich nicht so offensichtlich. Sie sind schwerer zu "entziffern" weil wir die Gefühle, die auf sie hinweisen häufig nicht deuten können. Besonders dann, wenn diese Bedürfnisse eher unsere Seele nähren: Eifersucht z.B. ist ein Gefühl, dass darauf hindeutet, dass ich ggf. Nähe, Zugehörigkeit, Bestätigung oder Liebe brauche.

In unserem Leben dreht sich eigentlich alles um die Erfüllung dieser Bedürfnisse

und darum, dass andere Menschen dazu beitragen, dass wir unsere Bedürfnisse erfüllt bekommen,. Denn oftmals brauchen wir dazu die Unterstützung von anderen. Wir können uns selbst zwar als gute Gesellschaft betrachten, aber für Zugehörigkeit und Nähe brauche ich nun einmal eine andere Person.

Wenn man die o.g. Aspekte verinnerlicht hat, kann man die Gestaltung seiner Beziehungen (und seiner Kommunikation) bewusst daran ausrichten. Allerdings läuft unsere Kommunikation  üblicherweise nicht so ab, weil wir die Bedürfnisse weder erkennen noch danach suchen.

Darin liegt auch ein Knackpunkt, wenn es um das Verstehen von Kindern geht: Kinder werden regelrecht von ihren Bedürfnissen „gesteuert“ weil sie noch eine natürliche Verbindung dazu haben. Wir Erwachsene interpretieren ihr Verhalten aber nicht in diesem Sinne, weil wir verlernt haben diesen Bedürfnisfokus an den Tag zu legen. In 99% der Fälle von Erwachsenen wurde ihnen dieser natürliche Ansatz frühzeitig mit Hilfe erzieherischer Maßnahmen ausgetrieben:

Wer von euch kennt diese Sätze?

"Nimm dich nicht so wichtig!",

"Du denkst immer nur an dich!",

"Was glaubst du, was ich alles will?"

Die Anerkennung von Bedürfnissen ist aber enorm wichtig für die Seele!

Denn wenn die Bedürfnisse nicht anerkannt werden, erlebt sich unser Gegenüber ungesehen und entwickelt Gefühle wie Trauer, Schmerz und Minderwertigkeit. Besonders bei Kindern, die in allem noch von uns abhängig sind, stellen sich dann Gedankengänge ein, wie: "Es zählt nicht, was ich ich brauche, ich bin es nicht wert, dass man sich um mich kümmert."

An solchen Gedankenmustern leiden wir häufig unser gesamtes Leben. Das stellt sich mir immer als besonders tragisch dar, wenn man bedenkt, dass es uns Erwachsenen nicht weh tut, ein Bedürfnis einfach anzuerkennen anstatt es herunterzuspielen oder seine Existenz gar zu verneinen.

Seitdem ich um die Bedeutung von Bedürfnissen weiß und sie in meiner Haltung gegenüber anderen einen hohen Stellenwert bekommen haben, arbeite ich täglich daran, mich für die Bedürfnisse anderer zu öffnen und sie anzuerkennen.

Wenn es um die Bedürfnisse meines Sohnes geht, sieht das z.B. so aus: „Ich habe verstanden, dass du Hunger hast." „Ja, ich sehe, dass du gerne noch spielen möchtest."

Das bedeutet allerdings nicht, dass mein Kind immer sofort jedes Bedürfnis erfüllt bekommt.

Der Aspekt der Anerkennung der Bedürfnisse ist das wichtige! Ich gebe meinem Kind  zu verstehen, dass es in Ordnung ist, dieses oder jenes Bedürfnis zu haben. Ein Nebeneffekt, den ich häufig bei meinem Sohn erlebe ist der, dass es ihm nicht sonderlich schwer fällt zu akzeptieren, wenn er nicht (sofort) bekommt, was er will. Mein Sohn weiß, dass er trotzdem zählt, dass er mit seinen Bedürfnissen wichtig ist und sein Selbstwertgefühl wird damit gestärkt.

Niemand tut etwas gegen mich, sondern immer nur für sich.

Daraus ist eine Art Leitsatz für mich geworden. Er resultiert aus der Haltung, dass es uns in all unseren Handlungen um die Erfüllung unserer Bedürfnissen geht. Wenn ich mir dies immer wieder bewusst mache, dann fällt es mir leichter, wohlwollend und wertschätzend zu bleiben. Genau so, wie ich mir wünsche, dass der andere mir begegnet. Ich komme weg von destruktiven Gedanken, wie z.B.: "Das machst du doch nur, um mich zu ärgern!"

Nein! Niemand tut etwas gegen mich, sondern immer nur für sich!

Jedes aggressive Verhalten ist ein Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse!

Mit Hilfe dieser Einstellung, hat sich mein Blick auf das Verhalten all meiner Mitmenschen grundlegend verändert. Ich habe erkannt, dass Aggression oftmals der Hinweis auf eine große innere Not ist.

Mein kleiner Sohn äußert seine Wut und Frustration z.B. häufig darüber, dass er haut oder beißt. Das hat mich anfangs ziemlich beunruhigt, aber ich habe nachgeforscht und heraus gefunden, dass das ganz normal ist in seinem Alter. Der Grund dafür ist, dass Kinder erst zwischen 5 und 7 Jahren eine Impulskontrolle entwickeln und lernen mit negativen Gefühlen umzugehen.

Mit den Aggressionen meines Sohnes gehe ich entsprechend so um, dass ich ihn zunächst frage, warum er so wütend, traurig, frustriert usw. ist. Meistens biete ich ihm „Lösungen“ an, weil er die Bedürfnisse oftmals noch nicht so klar artikulieren kann: „Willst du mit den Kindern im Sandkasten mitspielen?“ (Bedürfnis: Teilhaben, Gemeinschaft), „Soll ich dich in den Arm nehmen?“ (Bedürfnis: Nähe, Geborgenheit)

Eine weitere Beobachtung, die ich an dieser Stelle gerne mit euch teilen möchte ist die, dass mein Sohn besonders dann aggressives Verhalten zeigt, wenn er irgendwie das Gefühl hat, abgelehnt zu werden.

Kleinen Kindern fällt es hin und wieder schwer, Kontakt zu anderen herzustellen und darum sollten wir sie dabei unterstützen herauszufinden, wie diese Kontaktaufnahme gelingen kann. Was ich stattdessen häufig beobachte ist, dass ein Kind für diese Verhaltensweise abgewertet oder gar bestraft wird.

Wortlaut einer Mutter auf dem Spielplatz neulich, nachdem ihr Sohn (höchsten 2,5 - 3 Jahre alt) einem anderen Kind den Ball weg genommen hatte: "Wenn du so böse bist, will ich dich nicht haben!"

Natürlich ist es wichtig, dem Kind zu verstehen zu geben, dass es nicht in Ordnung ist, anderen Kindern weh zu tun! Das geht jedoch auch sehr gut, wenn man wiederum bei den Bedürfnissen bleibt: „Ich sehe, das du frustriert bist. Du darfst aber trotzdem niemanden hauen! Warum bist du denn so frustriert? Möchtest du das Spielzeug haben, was der Junge gerade benutzt?“

All das oben Beschriebene gilt m.E. nach auch für Erwachsene. Wir haben nicht gelernt, die Bedürfnisse hinter den aggressiven Gefühlen wahrzunehmen (mehr zum Thema Umgang mit aggressiven Gefühlen, speziell Wut kannst du in diesem Blogartikel nachlesen). Wenn ein Mensch in einer alltäglichen Situation Aggressionen zeigt, ist das ein Hinweis darauf, dass dies ggf. die einzige ihm bekannte Strategie ist, um das zu bekommen, was er gerade braucht. Dieser Gedanke hilft mir sehr dabei, die Aggressionen von anderen nicht persönlich zu nehmen und gelassen zu bleiben.

Wir unterstützen sehr gerne andere Menschen dabei ihre Bedürfnisse zu erfüllen, wenn wir nicht dazu gezwungen werden, sondern es aus freiem Willen und im Rahmen unserer Möglichkeiten und Fähigkeiten tun können.

Ich nenne das auch gern das Prinzip der Freiwilligkeit.

Das Zusammenleben mit einem so willensstarken Kind, wie meinem Sohn hat manchmal sehr große Lerneffekte. Da ich den Kleinkrieg in der Familie ablehne und Gewalt sowieso, blieb mir fast nichts anderes übrig, als mich diesem Prinzip zu öffnen.

Mein Sohn ist für dieses Prinzip ein echter Seismograph und reagiert sehr sensibel auf die innere Haltung, mit der ich an ihn heran trete, wenn ich ihn um etwas „bitte“. Wenn ich dabei aber eigentlich erwarte, dass er dem unbedingt nachkommt (was dann vielmehr der inneren Haltung einer Forderung / eines Befehls entspricht), dann kann ich mich darauf verlassen, dass mein Sohn der „Bitte“ mit Sicherheit nicht nachkommt.

Lasse ich ihm seinen Willen insofern, dass er frei entscheiden darf, ob er meiner Bitte nachkommt (d.h. ich weder enttäuscht noch verärgert bin und weiterhin in einer wohlwollenden Haltung verweile, wenn er der Bitte nicht nachkommt) dann tut er meist sehr gern, worum ich ihn bitte.

Es mag paradox klingen, dass das Prinzip der Freiwilligkeit "besser funktioniert" als die Erwartungshaltung, dass das Kind zu gehorchen hat. Die Erklärung dafür ist jedoch sehr einfach: Eine ehrliche Bitte lässt dem Kind Raum für die eigene Entscheidungen (das Bedürfnis nach Autonomie wird geachtet und gewahrt) und daher gibt es keinen Anlass für einen „Machtkampf“.

Allerdings fällt es mir in Zeiten von Zeitdruck und anderen äußeren Zwängen immer noch schwer, eine ehrliche Bitte an mein Kind zu richten. Ich spüre, dass da unterbewusst die Erwartungshaltung vom „Gehorsam des Kindes“ noch immer in mir schlummert. Daher ist dieser Aspekt der "inneren Haltung" ein wirklicher Wachstumsanreiz für mich.

Um es noch einmal zusammen zu fassen: Die Haltung, die ich einnehmen kann, wenn ich mich auf meine Bedürfnisse und die von meinem Mitmenschen konzentriere, bewirkt die Transformation. Das ist sozusagen der philosophische Teil der GFK, der wiederum auch keine Neuerfindung ist, sondern wie oben geschildert im Gedankengut aller Kulturen wieder gefunden werden kann.  

Ich nutze sie gern als "Kompass" an dem ich die Gestaltung meiner Beziehungen ausrichte und bin froh und dankbar, dass ich dies verinnerlichen konnte, noch bevor mein Sohn zur Welt kam.  

Im kommenden Artikel der Serie möchte ich gern mit euch den "technischen" Teil der GFK beleuchten. D.h. ich werde im klassischen Sinne des 4-Schritte Modells argumentieren und mit der gedanklichen Ebene beginnen. Bis dahin freue ich mich über euer Feedback zu diesem Artikel!

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About Mareike

Mein Herzensthema sind gewaltfreie Beziehungen zu Kindern leben. Motiviert durch meine eigenen Kindheitserfahrungen möchte ich dazu beitragen, dass Kinder heute fernab von Strafen, Drohungen, Manipulationen und physischer Gewalt aufwachsen können. Vor 5 Jahren absolvierte ich eine Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation und übe mich mit meiner kleinen Familie seither im gewaltfreien Miteinander. Ich kann sagen, dass es funktioniert und ich mein Familienleben als wunderbar und entspannt und freudvoll empfinde. Aus tiefer Überzeugung möchte ich mit anderen Eltern teilen, dass unser Zusammenleben so ungemein verschönert werden kann, wenn wir ablassen von alten Denkmustern hinsichtlich der Erziehung. Am besten lassen wir ganz die Finger davon und konzentrieren uns auf unsere Bedürfnisse. Das ist der Schlüssel zu mehr Frieden...

4 thoughts on “Meine innere Haltung oder warum ich nicht erziehe

  1. Liebe Mareike,

    ich suche eine Ausbildung in GFK mit Schwerpunkt auf Familie. Wo hast Du Deine Ausbildung gemacht?

    Liebe Grüße

    1. Hallo Ju,
      ich habe mehrere GFK Trainer besucht. Einer davon ist Roland Eggert. Es gibt, wenn du Trainerin werden willst nicht die eine Ausbildung an einem Institut oder einer Schule, sondern der Weg führt über die Teilnahme an verschiedenen Seminaren (je nachdem, wie diese definiert sind, z.B. Grundlagenseminare, Vertiefungsseminare oder dann auch Ausbildungsseminare). Es gibt dann noch die Möglichkeit sich zertifizieren zu lassen über den GFK-Fachverband oder direkt beim NVC, allerdings ist dieser Weg sehr lang (3 Jahre wenigstens).
      Alles Liebe
      Mareike

  2. liebe mareike,
    danke! du sprichst mir in vielen punkten aus dem herzen. ich freue mich total über deinen artikel. wenn du magst schau bei uns rein, katharina-und-sebastian.de
    wir haben, find ich, ähnliche themen und ich freue mich deine/eure internetseite gefunden zu haben. mir gefällt auch sehr wie du schreibst.
    alles liebe, katharina

    1. Liebe Katharina,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich immer, wenn ich den Nerv bei anderen Treffen – dann habe ich immer auch ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verbindung (oder sind das schon erfüllte Bedürfnisse :-D). Sehr gern sehe ich mir eure Seite mal an!
      Alles Liebe
      Mareike

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