Drei Antworten auf die Frage, was du aus deiner Wut lernen kannst.

"Ich will diese Wut in den Griff bekommen. Ich bedaure die Ausraster gegenüber meinen Kindern hinterher jedes Mal so sehr.“

So oder so ähnlich beginnen zahlreiche Gespräche, die ich im Rahmen meiner Arbeit als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation mit Menschen führe.

Was mich dabei immer wieder berührt und in diesen Tagen stark umtreibt, ist weniger die Tatsache, dass ich solche Gespräche führe, sondern die Verzweiflung, die ich darin lese. Viele Eltern sind inzwischen durch die aktuelle Flut an Informationen über Ergebnisse der Hirn- und Bindungsforschung und auch Blogs über „Unerzogen“ und bedürfnisorientiertes Familienleben stark sensibilisiert. Ich begrüße das natürlich sehr. Allerdings spüre ich auch, wie das den inneren Druck für viele Eltern erhöht, die sich ohnehin schon in einem ständigen Teufelskreis aus Verunsicherungen und Selbstzweifeln bezüglich des Umgangs mit ihren Kindern bewegen.

Weiterlesen

Die Entdeckung der Freiwilligkeit – oder wie sich meine Familie ihre Bedürfnisse erfüllt

Teil 6 der Blogserie "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben"

Der heutige Artikel widmet sich dem 4. Schritt im Modell der Gewaltfreien Kommunikation. Das ist klassischerweise das Bitten um die Erfüllung unserer Bedürfnisse. Hierfür hat die GFK ein paar „Regeln“ aufgestellt. Wenn wir diese befolgen, erhöht sich zumindest die Chance, dass Andere gerne bereit sind, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Folgende Aspekte können wir dafür beachten:

Wenn wir den Sinn hinter einer Bitte erkennen, steigert dies häufig unsere Bereitschaft, dieser nachzukommen. Sinn erzeugen wir dann, wenn wir dem Anderen eine Mitteilung über unsere Situation, Gefühle und Bedürfnisse machen:

„Ich bin total müde und brauche ein wenig Unterstützung. Würdest du bitte den Abwasch machen, während ich die Wäsche zusammenlege? Beides schaffe ich heute nicht mehr, dafür bin ich zu kaputt.“

Weiterlesen

Scroll To Top