7 Impulse, die dir dabei helfen, im Alltag Gewaltfreiheit und unerzogen wirklich zu leben

Ich bin dieser Tage ein bisschen aufgewühlt, weil ich auf einem Thema herumkaue, in dessen Zusammenhang mich immer wieder zahlreiche Fragen erreichen: Es geht um die praktische Lebbarkeit eines gewaltfreien Umgangs mit Kindern im Alltag.

Vielen Eltern leuchtet die Grundideen einer gewaltfreien Haltung allen Familienmitgliedern gegenüber (und eine dementsprechende Kommunikation) ein. Ich kenne inzwischen wirklich viele Eltern, die sich von der Haltung, gewaltfrei und unerzogen mit ihren Kindern umzugehen, stark angesprochen fühlen. Aus meinen Vorträgen und Seminaren entlasse ich regelmäßig Eltern, die ein Leuchten in den Augen haben und voller Inspiration und Tatendrang sind. Doch dann passiert etwas:

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Meine innere Haltung oder warum ich nicht erziehe

Teil 2 der Blogserie "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben"

Hallo zum 2. Teil meiner Blogserie. Ich bin ganz platt vom zahlreichen Feedback und der positiven Resonanz auf meinen ersten Artikel. Gleichzeitig haben mich einige Fragen und Kommentare im social media Bereich auch angeregt nochmal etwas deutlicher darauf einzugehen, was ich hier eigentlich mache. Dabei ist es auch nötig zu sagen, was ich nicht mache: Ich beschäftige mich nicht mit Erziehung! Ich gebe euch definitiv keine Rezepte, wie man ein Kind möglichst "harmonisch und kuschelig" erziehen oder dressieren kann.

Sondern, ich beschäftige mich mit der liebevollen und gewaltfreien Gestaltung der Beziehung zu meinem Sohn und zu meinem Mann. 

Es gibt von mir Beispiele für Beziehungsgestaltung aus dem echten, in diesem Fall, meinem Leben und gaaaanz viel Anregung für die Arbeit an sich selbst! Für beides kann ich nicht garantieren, dass es in der Nachahmung 1:1 funktioniert!!!

Warum? Weil es das Leben ist und kein vorab geschriebenes Drehbuch!

Mein Sohn, mein Mann und ich sind Individuen und als Familiengefüge genauso individuell wie jede andere Familie auch. Wir sind echte Menschen mit unseren Bedürfnissen, Gefühlen und (u.U. eingeschränkten) Fähigkeiten, diese zu kommunizieren. Bei uns gibt es keine Knöpfe, die man drücken muss und dann läuft alles wie geschmiert! Ich vergeige selbst auch immer noch genügend Situationen, erlebe entsprechend Konflikte und doofe Gefühle und bin ganz und gar keine Übermama.

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Das Mantra der guten Gründe

Mit dem Herzen hören und sehen lernen

In der letzten Woche habe ich viel Energie getankt. Ich besuchte einmal mehr ein Seminar zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation (GFK)", diesmal mit dem Fokus auf Kinder. Da sich der Titel mit meinem eigenen Herzensthema befasst, konnte ich nicht widerstehen und habe 3 tolle GFK Tage mit Gleichgesinnten verbracht. Mir ist in diesen intensiven Tagen wieder einmal bewusst geworden, dass die Gewaltfreie Kommunikation wirklich mein Weg ist :-). Weil sie eine Sprache ist, die aus dem Herzen kommt. Die Umsetzung der GFK orientiert sich zwar an einem 4-Schritte Modell, aber sie hängt stark von meiner inneren Haltung ab. Die Methode ist dabei nur das Hilfskonstrukt.

Ich möchte heute einen Aspekt der GFK aufgreifen, der mich während des Seminars sehr berührt hat. Diesen sehe ich als einen "Schlüssel" an, mit dem man auch ohne weitere GFK Kenntnisse schon sooooo viel Entspannung in jede Art Beziehung bringen kann. Und nun Trommelwirbel, jetzt kommt es:

Das Mantra der guten Gründe

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3 befreiende Fakten über negative Gefühle wie Wut und Trauer

Schwierige Situationen gehen oft mit vielen negativen Gefühlen einher. Ich erlebe dies gerade sehr intensiv, denn die Trauerarbeit nach einem Todesfall im engsten Familienkreis ist der Extremfall einer "schwierigen Situation". Ich sehe mich gerade täglich mit einer Vielzahl negativer Gefühle konfrontiert. Das Repertoire reicht dabei von Schmerz, Trauer, Niedergeschlagenheit über Wut bis hin zu Schuldgefühlen. Da ich zu den Menschen gehöre, die nicht gerne leiden, habe ich, anstatt mich in einer Ecke zusammen zu rollen und weiter zu leiden, mich aktiv mit diesem ganzen Gefühlschaos auseinander gesetzt. Dabei kamen mir ein paar erhellende Einsichten, die mir sehr helfen und mich so langsam wieder auftauchen lassen aus dieser emotional sehr dunklen Phase.

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Die innere Arbeit in der Elternrolle

DurchatmenAls Eltern erledigen wir einen anstregenden, herausfordernden und in der Regel unbezahlten Job. Wie viele andere Eltern habe auch ich mich ohne klare Strategie auf das Abenteuer "Eltern sein" eingelassen. Ich habe es abgelehnt, mich im Vorfeld mit 1000 Ratgebern über Erziehung zu befassen, denn ich bin der Meinung, dass man "Eltern sein" auch tatsächlich nur lernen kann, während dessen man diese Aufgabe erfüllt.

Dennoch wünschte ich mir manchmal einen Elternrategeber, der sich damit befasst, wie ich meine inneren Erfahrungen, Gedanken und Gefühle (Schmerz, Zweifel, Kummer, Sorgen, etc.) besser managen kann.

Manchmal packt mich nämlich ein Gefühl der Panik und ich habe Zweifel daran, dass ich der ganzen Verantwortung gewachsen bin. Dann nagt an mir die Frage, wie sehr sich wohl mein "Erziehungsstil" auf Herz, Seele und Bewusstsein meines Kindes auswirken wird, wie sehr seine Zukunft also von meinem gegenwärtigen Handeln geprägt sein wird?

Ich glaube, dass ich mit dieser Anforderung als Mutter nur dann fertig werden kann, wenn ich mich auf mein Herz und meine tiefsten menschlichen Instinkte verlasse. Mir ist bewusst, dass ich dabei selbst natürlich auch Prägungen aus meiner eigenen Kindheit mit mir herum trage - positive wie negative. Dass ich jeden Tag Gefahr laufe, mich automatisierten Verhaltensmustern, die ich in meiner Kindheit erlernt habe hinzugeben.

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