Blogserie: Wie können gewaltfreie Beziehungen in der Familie gelingen?

Auftakt: Warum ich Gewalt ablehne...

Heute geht es los! Ich starte meine Blogserie "Gewaltfreie Beziehungen in der Familie leben".

Ich habe mich entschieden, mein Herzensthema liebevolles und gewaltfreies Familienleben einmal in Serienform anzugehen, weil ich es mag, im Zusammenhang zu denken und mich einzufühlen. Wenn ich mich mit Gewaltfreiheit in meinen Beziehungen beschäftige, gerade mit dem Fokus auf meinem Familienleben, dann spüre ich, dass dieses Thema eine immense Tiefe, mit fast schon therapeutischer Wirkung, für mich hat.

Mit dieser Serie möchte ich die von Rosenberg entwickelten Schritte der Gewaltfreien Kommunikation im Kontext des Familienlebens reflektieren und diese auch im Lichte wissenschaftlicher Erkenntnisse der Hirn- und Entwicklungsforschung betrachten. Aber keine Angst, die Artikel werden trotzdem immer mit Beispielen aus dem echten Leben angereichert sein.

Bei all dem geht es mir auch um meine eigene Entwicklung, um die Begegnung mit dem eigenen inneren Kind, um die Gewalt, die ich selbst erfahren habe und um die die ich selbst ausübe. Es geht mir um mehr Echtheit und um die Beschreibung oder das Erlebbarmachen der tiefen innigen Verbindungen, die mich und meine Familienmitglieder tragen.

Zum Auftakt möchte ich zunächst meine eigene Motivation abklären. Warum lehne ich Gewalt ab und was verstehe ich eigentlich alles unter Gewalt?

Um diese Fragen klären zu können, muss ich zunächst in meine eigene Kindheit zurück blicken, denn die Ablehnung von Gewalt kommt aus meinen Kindheitserfahrungen. Und sie nährt sich daraus, dass ich nicht der Meinung bin, dass mir bestimmte Gewalttaten "nicht geschadet hätten". Im Gegenteil, ich habe bis heute damit zu kämpfen und erlebe immer wieder, wie vielseitig ich beeinträchtigt bin von diesen persönlichen Gewalterfahrungen. Es hat mich viel Selbstreflexion gekostet, um aus einer destruktiven Schuld- und Minderwertigkeitsmühle heraus zu kommen und ich vermute, dass da noch einige Reste im Verborgenen schlummern.

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