„Ich bin nicht gut genug.“ – Über die Macht und die Überwindung eines Glaubenssatzes aus der Kindheit

Wieder zurück aus dem Urlaub, möchte ich meinen Schwung heute nutzen, um ein Thema anzufassen, auf dem ich schon eine Weile herumkaue, weil es mich aktuell sehr bewegt:

„Ich bin nicht gut genug!“

Das ist ein tief sitzender Glaubenssatz, der mir in den letzten Monaten immer wieder begegnet ist.

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„Du weinst wie ein Mädchen!“ – Es ist Zeit, dass Männer ebenfalls Gefühle ausdrücken dürfen und wir die herkömmliche Erziehung von Jungs über Bord werfen

„Mareike, deine Arbeit und dein Blog sind toll, ich mache super Fortschritte. Aber wie bekomme ich meinen Mann ins Boot? Ich möchte meine Beziehung zu ihm verbessern und es fällt mir so schwer, weil er nicht über seine Gefühle redet. Ich habe keine Ahnung, was in ihm vorgeht.“

So oder so ähnlich werde ich häufiger von den Frauen in meinen Vorträgen und Seminaren angesprochen. Ich höre ihre Verzweiflung und den Wunsch, einen emotionaleren Zugang zu ihren Partnern zu bekommen.

Wenn du ein Mann bist, der vielleicht von seiner Frau dazu „verdonnert“ wurde, diesen Artikel zu lesen, dann hoffe ich, dir vielleicht einige Impulse geben zu können.

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7 Impulse, die dir dabei helfen, im Alltag Gewaltfreiheit und unerzogen wirklich zu leben

Ich bin dieser Tage ein bisschen aufgewühlt, weil ich auf einem Thema herumkaue, in dessen Zusammenhang mich immer wieder zahlreiche Fragen erreichen: Es geht um die praktische Lebbarkeit eines gewaltfreien Umgangs mit Kindern im Alltag.

Vielen Eltern leuchtet die Grundideen einer gewaltfreien Haltung allen Familienmitgliedern gegenüber (und eine dementsprechende Kommunikation) ein. Ich kenne inzwischen wirklich viele Eltern, die sich von der Haltung, gewaltfrei und unerzogen mit ihren Kindern umzugehen, stark angesprochen fühlen. Aus meinen Vorträgen und Seminaren entlasse ich regelmäßig Eltern, die ein Leuchten in den Augen haben und voller Inspiration und Tatendrang sind. Doch dann passiert etwas:

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Emotionale Taubheit – Wie wir lernen, Gefühle zu unterdrücken

Das schreiben von Blogartikeln ist für mich auch immer ein Reflexionsprozess. Auf meinen letzten Artikel, in dem ich mich mit meiner Wut und ihre Ausprägung als Sekundärgefühl beschäftigt habe, folgte für mich logisch die Bearbeitung folgender Fragen:

Warum fällt es vielen Erwachsenen eigentlich so schwer, die eigenen Gefühle wahrzunehmen? Und warum tun wir uns noch schwerer, diese adäquat auszudrücken?

Diese Neigung vieler Erwachsener liegt meiner Ansicht (und der vieler Experten) nach darin begründet, dass wir in unserer Kindheit sukzessive gelernt haben, unsere Gefühle zu unterdrücken. Wie genau das passiert, ist ein sehr komplexer Vorgang, auf den ich später genauer eingehen will.

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5 Fakten über starke Emotionen bei Kleinkindern

Was passieren kann, wenn kleine Kinder starke Emotionen zeigen

Am Wochenende hatte ich ein Erlebnis, das mich veranlasst hat über das Thema "Umgang mit starken Emotionen bei Kleinkindern" zu reflektieren und meine Erkenntnisse in diesem Artikel zusammen zu fassen. Zum Verständnis möchte ich euch die verantwortliche Szene schildern:

Ich war am Sonntag mit meiner Familie und in unserem Garten und wir haben dort u.a. auch zu Mittag gegessen. Der Zufall ergab es, dass wir noch Besuch bekamen und wir diesen auch an unseren Tisch baten. Dann passierte es: Unser Gast nahm meinem Sohn ohne ein Wort dazu zu sagen, den Teller weg, weil dieser nicht für ihn vorgesehen war (er sollte einen Teller aus unzerbrechlichem Material bekommen). Das fand mein Sohn aber gar nicht lustig und bekam einen Wutanfall (er weinte und schimpfte "Will auch einen Teller."). Ich habe in meinem Selbstverständnis als Mutter reagiert, nämlich indem ich meinen Sohn getröstet und ihm erklärt habe, dass er einen anderen Teller bekommt (welchen er, nachdem er sich schon rein gesteigert hatte, natürlich nicht wollte). Es dauerte entsprechend eine Weile, bis er sich wieder beruhigt hatte. Unser Besucher hielt mir während dessen einen Vortrag darüber, dass das Verhalten meines Sohnes ja gar nicht geht und er lernen müsse sich zu "benehmen". Mein Besuch hatte Glück, dass ich im Gegensatz zu meinem Sohn, über genügend Impulskontrolle verfüge, um ihn nicht meine in diesem Moment in mir aufwallende Wut spüren zu lassen.

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12 Dinge, die ich meinem Kind im Alltag immer wieder sage

Starke Kommunikation fördert starke Kinder

Den meisten Eltern ist die Bedeutung von "Kommunikation" im Leben  - sowohl beruflich als auch privat -  sehr bewusst. Gute kommunikative Fähigkeiten werden in unserem Zeitalter als die Komponenten genannt, die es braucht, um im Leben voran zu kommen (laut "The Pew Research Center of America" noch vor Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben, Teamarbeit und logischem Denken). 

Aber welche Art von Kommunikation braucht mein Kind eigentlich, um zu einer starken Persönlichkeit zu werden?

Ich glaube aus eigener Erfahrung fest daran, dass die Kommunikation, die unsere Eltern mit uns pfleg(t)en einen enormen Einfluss darauf hat, wie wir uns entwickeln. Mein eigenes Selbstwertgefühl hat jahrelang unter der unachtsamen Kommunikation von Erwachsenen gelitten. So entwickelte sich z.B. meine "innerer Nörgeltante" (so nenne ich liebevoll die Stimme in mir, die irgendwie nie zufrieden zu sein scheint, mit dem was ich tue) aus genau dieser Kommunikation. Sie flüstert mir auch heute immer noch Sätze zu, die ich aus meiner Kindheit kenne, wie z.B. "Nimm dich nicht so wichtig." oder "Was willst du? Das schaffst du niemals."

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5 Indizien, wie wir durch Gedanken unsere Welt erschaffen

Meine Überzeugungen sind meine Filter

Wenn mir jemand vor 5 Wochen gesagt hätte, dass die anstehende Zeit so intensiv, schmerzhaft und gleichzeitig so reich an Erkenntnissen wird, hätte ich ihn/sie vermutlich ausgelacht. Heute möchte ich das Thema der vergangenen 2 Wochen noch ein bisschen vertiefen und euch gerne weitere Einsichten über mein/dein Kopfkarussell weitergeben, dass mich/dich jeden Tag begleitet. 

1 - Denken ist Glauben

Jeden Tag produzieren wir einen Gedanken nach dem anderen. In alltäglichen, gewöhnlichen Situationen fällt das kaum jemandem auf. Bewusst wird mir dies immer während meiner Meditationssitzungen, dann wenn ich Stille möchte. Die Lautstärke meines Geistes im Alltag wurde mir allerdings erst so richtig bewusst, seitdem ich Trauerarbeit leiste. Der ununterbrochene Gedankenstrom - besonders an negativen Gedanken - ist so laut, dass ich nicht umhinkam hin und wieder zuzuhören. Und was ich dabei entdeckte, war ziemlich schockierend: Ich werde jeden Tag durchströmt von vagabundierenden Fantasien und destruktiven Alltagsgedanken. 

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Die Magie des Annehmens von Menschen und Situationen

Annahme - ein für mich erfolgreiches Experiment

Nachdem ich letzte Woche von der heilsamen Wirkung der Betrachtung von Bedürfnissen hinter meinen negativen Gefühlen berichtet habe, ist mir heute danach, euch an einer weiteren wichtigen Komponente meines Trauer Verarbeitungsprozesses teilhaben zu lassen:

Die Annahme der Situation

Es mag vielleicht einfach klingen, aber die Wahrheit ist, dass die Annahme der Tatsache, dass mein Vater tot ist, ein Prozess ist. 

Jedes mal, wenn ich mich bewusst mit diesem Fakt konfrontiere, wallen enorm viele Gefühle in mir auf. Mein erster Reflex war noch vor wenigen Tagen, diese wieder weg zu schieben, weil Schmerz und Trauer einfach keine schönen Gefühle sind. Es tut enorm weh. Dennoch lohnt es sich für mich, hin zu schauen und den Schmerz anzunehmen. Ich versuche hierbei ihn so klar wie möglich wahrzunehmen, ohne dabei etwas hinzu zu fügen oder etwas weg zu lassen: "Da ist Schmerz."

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3 befreiende Fakten über negative Gefühle wie Wut und Trauer

Schwierige Situationen gehen oft mit vielen negativen Gefühlen einher. Ich erlebe dies gerade sehr intensiv, denn die Trauerarbeit nach einem Todesfall im engsten Familienkreis ist der Extremfall einer "schwierigen Situation". Ich sehe mich gerade täglich mit einer Vielzahl negativer Gefühle konfrontiert. Das Repertoire reicht dabei von Schmerz, Trauer, Niedergeschlagenheit über Wut bis hin zu Schuldgefühlen. Da ich zu den Menschen gehöre, die nicht gerne leiden, habe ich, anstatt mich in einer Ecke zusammen zu rollen und weiter zu leiden, mich aktiv mit diesem ganzen Gefühlschaos auseinander gesetzt. Dabei kamen mir ein paar erhellende Einsichten, die mir sehr helfen und mich so langsam wieder auftauchen lassen aus dieser emotional sehr dunklen Phase.

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Trauerarbeit mit Kleinkind – Gefühle, die Nähe schaffen

Eigentlich wollte ich diese Woche einen Artikel über die "Bedeutung von Bedürfnissen" schreiben, aber das Leben hat mich voll erwischt. Oder vielmehr, das Dahinscheiden eines Lebens. Am Sonntag, den 28.02.2016 ist mein Vater verstorben, ganz plötzlich und unerwartet.

Nach einer anfänglichen Schockstarre begleitet von Aktionismus (es muss ja alles geregelt werden) begann Anfang dieser Woche erst die eigentliche Trauerarbeit für mich. Aber ist Trauern eigentlich so richtig möglich, wenn man selbst ein kleines Kind zu versorgen hat?

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