Warum ich Heiligabend als Kind hasste und das heute zum Glück anders ist

Warum ich Heiligabend als Kind hasste und das heute zum Glück anders ist

In diesen Tagen reflektiere ich viel darüber, wie ich das Zusammenleben mit meinem Sohn noch friedvoller gestalten kann. Im letzten Artikel habe ich ja von meinen Herausforderungen berichtet…

Und da ich mich auf diese Reise begeben habe, kommen manchmal auch unangenehme Dinge zu Tage. So ereilte mich kürzlich ein Gefühl der Schwermut, eine innere Beklemmung. Ich verstand zunächst nicht, wo das herkommt. Dann erinnerte ich mich neulich im Halbschlaf an eine Szene aus meiner Kindheit, die sich an Weihnachten abspielte.

Diese Erinnerung war sehr schmerzhaft und mir wurde bewusst, dass ich immer noch traurig bin, weil es im Grunde immer das Gleiche war an Weihnachten. Seit ich denken konnte, war Weihnachten, speziell der Heilige Abend, in meiner Kindheit geprägt von Stress, Streit und einer Menge Wut und Traurigkeit.

Das lief in meiner Wahrnehmung ungefähr so ab:

Mein Vater schmückte am Vormittag den Weihnachtsbaum und meine Mutter werkelte in der Zwischenzeit in der Küche. Sie bereitete Essen vor. Wir vier Kinder, von zu viel Zucker und Vorfreude total aufgeputscht, tobten durch das Haus.

Irgendwann, ich glaube so nach dem Mittagessen, begann mein Vater meist zu brüllen, weil irgendwer zu laut war oder er einen handfesten Streit mit meiner Mutter hatte. (mehr …)

Wie ich mit meiner Wut Frieden schloss

Wie ich mit meiner Wut Frieden schloss

Nächste Woche ist es soweit: Der erste Todestag meines Mannes steht an. Mit gemischten Gefühlen schaue ich auf das vor mir liegende Ereignis und mir schlottern ein bisschen die Knie. Ich bin enorm unsicher, wie ich diesen Tag begehen will. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, ob und wie ich seiner gedenken will.

Nun, nach fast einem Jahr bin ich in meiner Trauerarbeit durch ziemlich viele emotionale Phasen gegangen. Ich habe tiefe Traurigkeit erlebt. Immer wieder erfassten mich Angst und auch Zweifel, dass ich dieses Erlebnis jemals verarbeite und meinen Weg gehen kann.

Und ich hatte viel Wut. (mehr …)

10 Wutfallen im Familienalltag und wie du sie entschärfen kannst – Teil 2

10 Wutfallen im Familienalltag und wie du sie entschärfen kannst – Teil 2

Nachdem ich vergangene Woche über die ersten fünf der angekündigten zehn Wutfallen geschrieben habe, möchte ich mich heute mit dem zweiten Teil auseinander setzen.
Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass Wut viel mit deinen Gedanken und deiner Perspektive auf eine bestimmte Situation zu tun hat. Das ist tatsächlich auch einer der beiden Hauptaspekte, die sie ausmachen. Letzte Woche schrieb ich über den Zusammenhang von Wut und hungernden Bedürfnissen. Heute vertiefe ich den Zusammenhang mit unseren Gedanken noch weiter. (mehr …)