Fangen wir einfach klein an

cropped-Daddy-carrying-son.jpgMein Leben dreht sich derzeit viel um meinen kleinen Sohn (22 Monate alt). Ich übe mich mit ihm und meinem Mann in Achtsamkeit und Gewaltfreier Kommunikation (GFK). Da kam mir der Gedanke, die Beobachtungen und Erfahrungen aus meinem Alltag mit anderen zu teilen. Die Gewaltfreie Kommunikation mit (Klein)Kindern ist ein irre spannendes Thema und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Eltern Interesse an dem Thema haben.

Mein kleiner Sohn ist ein sehr forderndes Kind, was wohl auch mit meinem Erziehungsansatz, ihm viel Liebe ,Aufmerksamkeit, Verständnis und Zuwendung angedeihen zu lassen, zusammen hängt.

Ich liebe es, Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Gleichzeitig ist das auch manchmal eine große Herausforderung für mich, da er sehr willensstark und entsprechend "anstrengend" ist. Das enthält wiederum eine Menge Lernpotential für mich. Denn eigentlich harmoniert es mit ihm nur dann richtig gut, wenn ich adäquat auf seine Bedürfnisse eingehe. Je mehr ich gegen halte, desto stressiger wird es. Daher liegt meine Herausforderung darin, seine Bedürfnisse zu identifizieren und ggf. konfligierende Bedürfnisse (mit meinen eigenen) zu verhandeln. Damit bin ich auch schon mittendrin im Kernansatz der GFK.

Die "Erziehung" von Kindern wird heutzutage immer mehr auch an ihren Persönlichkeiten ausgerichtet (na Gott sei Dank). Dennoch wird das zentrale GFK Thema Bedürfnisse m.E. nach nicht genug behandelt. Wir müssen uns als Eltern immer wieder vor Augen halten, dass Kinder nie irgendetwas gegen uns tun, sondern immer nur für sich selbst. D.h. sie setzten sich mitunter stark für ihre eigenen Bedürfnisse ein und können uns damit ziemlich herausfordern. Wie gehen wir also damit um?

Da besonders Kleinkinder sich oft noch nicht verständlich ausdrücken können, aber trotzdem schon genau wissen was sie wollen, sehe ich hier in meinem persönlichen Leben derzeit das größte Konfliktpotenzial. Es gibt Phasen, da flutscht vieles, aber dann gibt es Phasen, da geht der Stress schon beim morgendlichen Anziehen los (kennt ihr das?). Genau so eine Phase haben wir gerade.

Ich muss derzeit oft bereits morgens all meine Achtsamkeit und liebvolle Grundhaltung mobilisieren, um meiner aufkeimenden Frustration und auch Wut nicht die Oberhand zu geben. Ja, es ist unendlich frustrierend nach einer turbulenten Nacht ein quengelndes Kind für den Tag anzuziehen. Das zerrt an den Nerven.

Es hilft mir aber, mich daran zu erinnern, wie klein mein Sohn eigentlich noch ist, wie viel ich ihm abverlange, wenn ich ihn morgens zur Tagesmutter gebe, damit mein Mann und ich uns um den Erwerb unseres Familieneinkommens kümmern können.

 

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About Mareike

Mein Herzensthema sind gewaltfreie Beziehungen zu Kindern leben. Motiviert durch meine eigenen Kindheitserfahrungen möchte ich dazu beitragen, dass Kinder heute fernab von Strafen, Drohungen, Manipulationen und physischer Gewalt aufwachsen können. Vor 5 Jahren absolvierte ich eine Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation und übe mich mit meiner kleinen Familie seither im gewaltfreien Miteinander. Ich kann sagen, dass es funktioniert und ich mein Familienleben als wunderbar und entspannt und freudvoll empfinde. Aus tiefer Überzeugung möchte ich mit anderen Eltern teilen, dass unser Zusammenleben so ungemein verschönert werden kann, wenn wir ablassen von alten Denkmustern hinsichtlich der Erziehung. Am besten lassen wir ganz die Finger davon und konzentrieren uns auf unsere Bedürfnisse. Das ist der Schlüssel zu mehr Frieden...

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