Meine bisher größte Lebenskrise und warum ich trotzdem weiter mache

Ich weiß, dass ich einige treue Leserinnen und Leser habe und dass sich der eine oder die andere vielleicht schon gewundert hat, warum es so still auf meinem Blog geworden ist. Nach langem Überlegen und Reflektieren habe ich mich entschieden, diesen sehr persönlichen Artikel zu schreiben und mich mit meinem Schicksalsschlag und der daraus für mich resultierenden Krise zu zeigen.

Dass es Ereignisse im Leben gibt, die uns von jetzt auf gleich in eine tiefe Krise stürzen können, davon hatte ich bis zu jenem Tag im September letzten Jahres immer nur gehört oder gelesen.

Ich saß in meinem Büro, als mich an diesem Vormittag der Anruf einer Kripo-Beamtin erreichte. Sie sagte, sie müsse dringend mit mir sprechen. Ich war verwirrt und spürte einen enormen Widerstand, jetzt sofort meine Arbeit stehen und liegen zu lassen. Ich verstand nicht, was sooo wichtig sein könnte.

Kurz: Ich hatte keine Ahnung, was geschehen war. Und dann war er da, der Moment, in dem mir die gleiche Beamtin persönlich die Nachricht vom mutmaßlichen Freitod meines Mannes überbrachte.

Plötzlich stand alles still. Alles, was eben noch wichtig erschien, war völlig unwichtig geworden. Alle Handlungen liefen von diesem Moment an wie in Zeitlupe ab.

Ich habe in diesem Augenblick die „Stunde Null“ erlebt, der Moment, der ein ganzes Leben von Grund auf verändert. Niemals hätte ich gedacht, dass mich etwas jemals so aus der Bahn werfen würde. Ich war im totalen Schockzustand.

Für viele Tage hatte ich weder ein Zeitgefühl noch ein funktionierendes Kurzzeitgedächtnis. Ich hatte Gliedmaßen, die sich wie Blei anfühlten, fror erbärmlich und frage mich heute, wie ich es geschafft habe, in diesen ersten Tagen meinen Alltag mit meinem 3-jährigen Sohn zu meistern.

Bis zu diesem Ereignis konnte ich immer gut die Nerven bewahren, wenn es krisenhafte Situationen gab. Ich hatte immer ein großes Vertrauen ins Leben, hatte ich doch eine von Gewalt geprägte Kindheit überstanden, den Tod meines Vaters gut verarbeitet und auch andere private und berufliche Rückschläge immer wieder gemeistert. Aber das?!

Wie geht man damit um, wenn man regelmäßig von intensiven Emotionen wie Ohnmacht, Trauer, Schuldgefühlen und einer enormen Angst um die psychische und emotionale Gesundheit des eigenen Kind überfallen wird?

Meine Hilflosigkeit und Ohnmacht erlebte ich als überaus beängstigend, empfand eine tiefe Trauer und war maßlos frustriert, weil es nichts gab, was ich tun konnte. Er ist tot. Unwiederbringlich.

Mit der Zeit erst dämmerte mir die erschütternde Endgültigkeit dieses Umstandes. Damit einher geht auch das Wissen, dass ich vermutlich viele Fragen, die ich immer noch habe, niemals beantwortet bekommen werde.

Was mich neben dem Schmerz um den Verlust meines Mannes am meisten in die Krise stürzte, war der Gedanke, versagt zu haben. Ich, die seit Jahren mit Gewaltfreier Kommunikation arbeitet, mich in Empathie übe und eigentlich keinen Tag ungenutzt lasse, um an meiner Entwicklung zu arbeiten. Ich, die als Expertin für die Gestaltung von Familienbeziehungen gehandelt werde, ja, genau ich hatte weder geahnt noch verhindern können, dass so etwas passiert.

Ich erlebte somit auch eine große Sinnkrise, die mich alles, wofür ich bisher gebrannt habe, in Frage stellen ließ. Was nutzen die besten Kenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation, wenn man sowas nicht verhindern kann? Was sollten dann die ganzen Bemühungen, sich empathisch auf die Mitmenschen einzustellen, wenn man die Menschen, die man liebt weder erreicht noch irgendwie abholen kann?

Wie bin ich also dahin gekommen, heute diese Geschichte nieder schreiben zu können und sagen zu können, dass ich mein Leben so langsam wieder in den Griff bekomme?

Da ist zunächst der Umstand, dass ich enorm viel Unterstützung erfahren habe und immer noch erfahre. Ich habe ein paar sehr liebe Menschen an meiner Seite, die sich sehr intensiv um mich und meinen Sohn kümmern. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Umstand, dass ich durch diese erste Trauerphase nicht allein gehen musste und alles an Unterstützung bekam, was ich mir nur wünschen konnte. Allein hätte ich das niemals geschafft!

Ich begann auch recht zeitnah, die Ereignisse für mich zu sortieren und mich aktiv mit einer Therapeutin auszutauschen. Dank dieser professionellen Unterstützung bekam ich ein vages Bild der Situation und gewann darüber ein bisschen Hoffnung zurück. Es half mir sehr, dass sie mir regelrecht den Kopf gewaschen hat und mir meine von Schuldgefühlen beladene Perspektive wieder gerade rückte. Das war absolut notwendig, weil ich es allein nicht so schnell geschafft hätte, mich aus dem Karussell aus destruktiven Gedanken und Gefühlen heraus zu holen. Ich wusste zum Glück, dass es wichtig ist, diesen Absprung zu schaffen und zu vermeiden, mit meinen Gedanken allein zu sein und sie stattdessen zu teilen und darüber mehr und mehr die Ereignisse zu verarbeiten.

Was mir zusätzlich sehr half, war mein Achtsamkeitstraining. Es gelang mir durch die tägliche Übung in der Stille zunehmend besser, die komplexe Gefühlsmischung, die ich seither jeden Tag erlebe, auszuhalten und irgendwie meinen Alltag zu meistern. Das hätte ich nicht gepackt, wenn ich nicht in der Lage wäre, zwischen meinen Gedanken und Gefühlen zu differenzieren und den Bedürfnissen auf die beides hindeutet.

Auch wenn das grotesk klingt: Ich bin in dieser ersten Zeit, mit mir selbst enorm in Kontakt gekommen, weil ich einfach keinen Widerstand bzw. keine Kraft für Widerstand hatte. Ich musste jeden Gedanken denken - konnte ihn aber wieder loslassen. Ich musste jedes Gefühl fühlen und konnte auch dies immer wieder loslassen. Ich erlebe seither eine unglaubliche Bandbreite an Gefühlen, die ich vorher nicht wahrnehmen konnte. Als hätte dieses krasse Ereignis, das Tor zu meiner Gefühlswelt weit aufgestoßen.

Nachdem ich die wichtigsten Dinge um den Nachlass geregelt hatte, nahm ich meinen Sohn und fuhr mit ihm in den Urlaub, um mich ausschließlich um ihn zu kümmern und ihm seine Verlustangst etwas zu nehmen, indem ich die Bindung zwischen uns stärkte. Ich wollte ihm die Sicherheit geben, dass ich da bin und immer da sein werde, so lange er mich braucht.

Nach Wochen des Schmerzes und der Anstrengung erlebte ich diese Zeit als heilsam, weil sie mir sehr dabei half, wieder den Blick auf das Schöne im Leben zu richten. Ich genoss die Sonne, die Ausflüge mit dem Boot und meinen Sohn wieder erblühen zu sehen. Oft dachte ich: „Oh Gott, das Leben ist so schön und mein Mann hat es einfach weggeworfen. Er wird nicht mehr miterleben, wie unser Sohn heranwächst und sich am Leben erfreut.“

Ich hatte in diesem Urlaub auch zwei Begegnungen mit Menschen, die mir extrem Mut machten. Ich begegnete einem jungen Deutschen. Er fragte mich in einem Gespräch, wo denn der Vater des Kindes sei und als ich ihm antwortete, dass er tot sei, ging er sofort mit uns in Resonanz. Er wurde traurig und erzählte mir, dass er seit seinem elften Lebensjahr Vollwaise ist und hat dann ein Stück seiner weiteren Geschichte mit mir geteilt. Das hat mir insofern Mut gemacht, als dass ich sehen konnte, dass er trotz der widrigen Umstände ein sympathischer und lebensfroher junger Mann geworden ist. Diese Begegnung nahm mir etwas die Angst, dass mein Sohn an dem Umstand, ohne Vater aufzuwachsen, Schaden nehmen würde.

Die zweite Begegnung fand mit einer starken Frau statt, die mir ebenfalls durch ihre eigene Geschichte vor Augen führte, dass es noch dicker kommen und dass man dennoch das Beste daraus machen kann. Sie zu erleben, wohl wissend, dass sie einen noch härteren Schicksalsschlag erlitten hatte, war eine Offenbarung für mich. Ich beobachtete, wie sie die kleinsten Dinge als Geschenk würdigte. Sie erfreute sich an der Sonne, dem guten Essen und dem Luxus, einfach mitten im Dezember nichts tun zu müssen. Im direkten Vergleich sah ich andere mürrische Hotelgäste, die an jeder Kleinigkeit etwas auszusetzen hatten. Ich empfand dabei eine tiefe Bewunderung für diese Frau, die sicher einigen Grund gehabt hätte, verdrießlich zu sein. Sie gab mir ein Bespiel an Lebensfreude und Hingabe an das Leben, das seines Gleichen sucht.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte diese bisher extremste Lebenskrise bereits komplett bewältigt. Noch immer erlebe ich fast täglich eine enorme Bandbreite an intensiven Emotionen. Diese schwanken von tiefer Traurigkeit und Schmerz über Ohnmacht bis hin zu neuem Mut, neuer Hoffnung und Dankbarkeit.

Und ich empfinde auch eine große Portion Demut. Ich empfinde Demut, weil ich sehr schmerzlich gelernt habe, wie wenig meiner Kontrolle unterliegt. Faktisch lehrte mich dieses Ereignis, dass ich nichts unter Kontrolle habe. Die beste Technik und auch eine gefestigte Haltung sind keine Garanten dafür, dass alles glatt läuft.

Tja, und da stehe ich nun, demütig, quasi nackt mit einem Rucksack voll unbeantworteter Fragen, aber auch Erkenntnissen und jede Menge Gefühlen und Bedürfnissen, die immer noch sortiert werden wollen.

Aktuell steigt in mir zunehmend die Ahnung auf, dass diese Krise eine große Chance für mich birgt. Zum ersten Mal in meinem Leben ist das Bewusstsein, dass das Leben so arg begrenzt ist, auf brutale Art bis in jede meiner Körperzellen gedrungen. Wir lesen, reden und hören viel darüber, etwas aus unserem Leben zu machen, den Tag zu nutzen, präsent zu sein usw. Ich habe das zweifelsohne auch getan, habe immer gespürt, dass da was dran ist, aber wirklich verstanden habe ich das erst jetzt.

In diesen Tagen gelingt es mir, dass ich tatsächlich viel intensiver lebe. Ich schaue jeden Tag meinen Sohn an und bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass es ihn gibt. Ich nehme jedes Lächeln, jedes freundliche Wort als Geschenk wahr und bin in meinen Begegnungen mit Menschen wesentlich wacher, höre intensiver zu und kann mich viel mehr an dem erfreuen, was gerade ist.

Aus dieser Erfahrung heraus, habe ich auch den Entschluss gefasst, meine Arbeit mit der Gewaltfreien Kommunikation fortzuführen. Sie liefert einfach die Chance, auch ohne solche vom Leben verteilte Keulen, in dieses Bewusstsein hinein zu wachsen.

Meine Geschichte mit euch zu teilen, ist in dieser Zeit ein großer Schritt für mich. Ich möchte damit fortfahren, diesen Blog zu schreiben, da ich daran glaube, dass in dieser Geschichte und in den dazu noch folgenden Reflexionen eine Botschaft für jeden von uns steckt. Was der oder die Einzelne daraus mitnimmt, ist sicher unterschiedlich. Meine Intention ist, dass ich, indem ich weiter daran arbeite, diese Krise zu meistern und dies u.a. hier transparent mache, damit ein wenig Hoffnung säe. Ich möchte dich einladen, intensiv zu leben, deinem Nächsten wachsam zu begegnen und dich an dem zu erfreuen, was da alles in deinem Leben ist.

Alles Liebe,
Mareike

Für einen regelmäßigen Input zu diesem und anderen Themen, trage dich hier ein:

About Mareike

Mein Herzensthema sind gewaltfreie Beziehungen zu Kindern leben. Motiviert durch meine eigenen Kindheitserfahrungen möchte ich dazu beitragen, dass Kinder heute fernab von Strafen, Drohungen, Manipulationen und physischer Gewalt aufwachsen können. Vor 5 Jahren absolvierte ich eine Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation und übe mich mit meiner kleinen Familie seither im gewaltfreien Miteinander. Ich kann sagen, dass es funktioniert und ich mein Familienleben als wunderbar und entspannt und freudvoll empfinde. Aus tiefer Überzeugung möchte ich mit anderen Eltern teilen, dass unser Zusammenleben so ungemein verschönert werden kann, wenn wir ablassen von alten Denkmustern hinsichtlich der Erziehung. Am besten lassen wir ganz die Finger davon und konzentrieren uns auf unsere Bedürfnisse. Das ist der Schlüssel zu mehr Frieden...

31 thoughts on “Meine bisher größte Lebenskrise und warum ich trotzdem weiter mache

  1. Liebe Mareike,
    erst jetzt habe ich mir ganz bewusst Zeit genommen diesen NL zu lesen. Ich habe ihn im Postfach liegen lassen, weil ich ahnte, dass ich dafür nicht „nur“ Zeit zum lesen brauche… Immer wieder habe ich mich gefragt warum es so still um Dich geworden ist. Ich schätze Deine Arbeit sehr!

    Mir bleibt nicht´s weiter als Dir und Deinem Sohn von ganzem Herzen viel Kraft und Liebe zu wünschen. Es wird wahrscheinlich immer wieder eine Zeit der tiefen Trauer geben…

    Danke das Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast!
    Ich sitze hier im Sonnenschein, meine Kinder spielen draußen mit ihren Freunden und mein Mann ist an meiner Seite – Ich bin dankbar und glücklich. Und ich bin sehr berührt von Deiner Geschichte und Danke Dir für diesen bewussten Moment ♥

    Alles Liebe, Maria

    1. Liebe Maria,

      ich bin sehr berührt von deiner Rückmeldung. Mein Anliegen war es, die von dir geschilderte Bewusstheit zu erzeugen. Wenn mir das gelungen ist, bin ich einmal mehr erfreut und froh, dass ich den Schritt gegangen bin, diesen Artikel zu schreiben. Möge die Bewusstheit und Wertschätzung dessen was ist, immer weiter in dir und in uns allen präsent sein.

      Alles Liebe auch für dich und deine Familie
      Mareike

  2. Liebe Mareike,
    was für ein Schlag!
    Vielleicht ist dir noch nicht bewusst, wie stark und großartig du damit umgehst.
    Dass du das Leben in den kleinen Augenblicken finden und dich daran stärken kannst.
    Ich wünsche Dir, dass du deine Kraft immer spüren kannst, und falls mal nicht, sie schnell wiederfindest.
    Komm gut durch diese besondere, dunkle, intensive Zeit! Gut, dass du nicht allein bist.
    Alles Liebe!
    Elke

    Wenn ich was tun kann? Ich habs ja nicht so weit…

    1. Liebe Elke,

      tausend Dank für deine Zeilen und die erbauliche Botschaft. Ich habe tiefes Vertrauen dahinein, dass ich die Kraft habe, die Ereignisse gut zu reflektieren und bin auch aktuell sehr stark damit beschäftigt. Der Frühling hilft in diesen Tagen enorm. Ich danke dir auch für dein Unterstützungsangebot und komme auf dich zurück, falls es einmal notwendig ist. Aber vielleicht treten wir auch einfach ohne Anlass in Kontakt.
      Ich freue mich, dass du an mich denkst.
      Alles Liebe
      Mareike

  3. Liebe Mareike,
    danke für deine Offenheit und deinen Mut, dich mit deiner ganzen Verletzlichkeit zu zeigen.

    Ich wüsche dir und deinem Sohn alles Gute für die Zukunft, viel Kraft für die weitere Trauerarbeit und viele gute Begegnungen mit empathischen Menschen!

    Alles Liebe,
    Regina

    1. Liebe Regina,
      hab vielen Dank für deine Anteilnahme und die guten Wünsche. Ich habe das große Glück, dass sich einige Menschen sehr gut um mich kümmern und dass all meine innere Entwicklungsarbeit mir viel Rüstzeug für diese Zeit gegeben hat. Ich werde das bewältigen und meinen Weg gehen. Dazu bin ich fest entschlossen und freue mich, dass es viele Menschen gibt, die ich mit dieser Geschichte berühren durfte, so wie dich!

      Alles Liebe
      Mareike

  4. Liebe Mareike,
    es ist sicherlich nicht leicht gewesen, die erste Zeit logo, aber auch jetzt darüber sstrukturiert zu sprechen.
    Mein Mann hat in meiner Schwangerschaft tatsächlich sich das Leben nehmen wollen. Er hat es nicht geschafft. Ich habe ihn damals geschnappt, mit ihm so geschimpft und in die Klinik gebracht. Dort war er zwei Tage. Dann durfte er wieder gehen. Ab und zu vergesse ich es im Alltag. Dann und wann packt mich die Angst, er könne es noch einmal machen.

    Liebe Grüße
    Zottellotte Sonja

    1. Liebe Sonja,
      ich kann mir vorstellen, dass solche Ereignisse uns alle packen und zuweilen sprachlos machen. Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr zusammen jeden Augenblick genießen könnt. Falls du dazu einen etwas intensiveren Austausch möchtest, schreib mir gern eine Mail. Ich würde mich freuen: liebevollefamilie@gmail.com

      Alles Liebe dir und deiner Familie!
      Mareike

  5. Aus tiefstem Herzen weiterhin ganz viel Kraft für Dich und Deinen Sohn!
    Ich bin unglaublich berührt und zutiefst dankbar für Deine Offenheit, Deine Stärke, Dein Tun und Dein Sein!
    Alles alles Liebe für Dich! Und DANKE!
    Ramona

    1. Liebe Ramona,
      hab vielen Dank für deine guten Gedanken und deine Anteilnahme. Ich freue mich, dass ich dich berühren durfte.
      Alles Liebe
      Mareike

  6. Liebe Mareike,
    ein dicker Kloß sitzt noch in mir und die Tränen kullern auch…dennoch möchte ich deinen Artikel auch nicht unkommentiert stehen lassen.
    Ich finde es sehr mutig von dir, von deinem Schicksalsschlag zu berichten und ich vermute, dass es dir sehr geholfen hat, diesen Artikel zu verfassen. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und Liebe, vor allem auf dem weiteren Weg der Verarbeitung des Geschehens. Ich bin erleichtert, dass du Hilfe und Unterstützung erfährst!
    Lass dich drücken!
    Herzlichen Grüße!
    Franziska

    1. Liebe Franzi,
      ich freue mich, von dir zu hören und ich mag dir rückmelden, dass das Schreiben dieses Artikels einen sehr heilsamen Anteil in meinem Verarbeitungsprozess hatte. Aber auch deine Rückmeldung dazu und die vieler anderer Menschen sind wirklich heilsam. In den letzten Tagen konnte ich eine große Verbindung zwischen uns wahrnehmen. Dafür bin ich sehr dankbar und freue mich, dass sich mein Mut, den es wirklich brauchte für diese Veröffentlichung, ausgezahlt hat. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn du mir mal wieder eine Mail schreibst und mir schilderst, wie es dir geht (neue Adresse: liebevollefamilie@gmail.com).
      Alles Liebe dir!
      Mareike

  7. Liebe Mareike,

    immer wieder kamst du mir in letzter Zeit ins Bewusstsein…fragend…wo ist sie…stimmt da was nicht mit der Facebook-Gruppe, habe ich sie aus Versehen gelöscht, man hört ja nichts mehr… wollte schon nachsehen. Das macht mich sehr, sehr betroffen, zu hören, dass Du und Dein Sohn einen solchen Schicksalsschlag erleben musstet. Wie schwer muss(te) das sein! Ich bin tief betroffen. Ich freue mich außerordentlich, dass Du Deine Berufung weiter leben möchtest. Ich bin einer der Menschen, die Du schon so viel beschenkt hast, und ich freue mich, dass Du Dich durchringen konntest, weiter von Dir und Deinem Wissensschatz zu an uns zu schenken. Dass Du diesen Schritt geschafft hast, finde ich großartig! Fühle Dich ganz warm umarmt von einer ganz doll Anteil nehmenden Frau und Mama aus Wien!
    Julia

    1. Liebe Julia,
      ich freue mich, von dir zu lesen, haben wir uns ja schon persönlich kennen leren dürfen, zumindest am Telefon. Ich danke dir auch für deine Bestärkung und Anteilnahme, die mir wirklich viel Kraft schenkt in dieser Zeit. Auch du bist mit deinem Feedback ein Puzzlesteinchen, dass mich bestärkt weiter zu machen – um dich und andere noch mehr zu beschenken ;-)
      Alles Liebe dir!
      Mareike

  8. Liebe Mareike, mein 2. Sohn ist heute 7 Wochen alt und ich habe, wie Du Dir denken kannst, nicht so sehr viel Zeit, Blogartikel zu lesen. ;-) Aber als Dein NL ankam, dachte ich tatsächlich, es muss was passiert sein, dass Du so lange pausiert hast. Und dann kam dieser Hammerschlag auf Papier. Im Wochenbett ist man ja durchaus etwas emotionaler als sonst, doch mich hat das aufs Tiefste erschüttert. So lief ich erstmal zu meinem Mann, erzählte ihm die Geschichte und dankte ihm, dass er da ist. Für uns und überhaupt. Ich danke Dir, dass Du mir etwas bewusst gemacht hast, was mir nicht mehr bewusst war. Die kleinen Momente sind so kostbar, sie wahrzunehmen benötigt Achtsamkeit, und diese Wahrnehmung möchte ich wieder mehr spüren. Danke für den wertvollen Impuls.

    Dir möchte ich ganz viel Kraft wünschen. Dir danken für den Mut, den Du aufbringst, Deine Geschichte zu veröffentlichen und ich möchte Dich darin bestärken, weiterzumachen. Deine Arbeit ist so wichtig, jetzt einmal mehr. Vielleicht kannst Du Mütter begleiten, die das gleiche Schicksal erleiden mussten. Unabhängig von Deiner GK. Ich drücke Dich aus der Ferne und unbekannterweise mal sehr herzlich und wünsche Dir für die nächsten Wochen und Monate viel Kraft. Von Herzen, Deine Jenn

    1. Liebe Jenniffer,
      deine Schilderung hat mich sehr berührt. Ich fühle mich durch deine Rückmeldung in meinem Bedürfnis nach Beitragen sehr genährt, weil ich dich erreichen durfte. Das gibt mir umso mehr die Kraft, meine Arbeit fortzuführen und den Mut auch weiterhin offen mit meinen Themen umzugehen. Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie eine schöne Zeit zusammen im Wochenbett mit intensivem Genießen.

      Alles Liebe dir und deiner Familie
      Mareike

  9. Liebe Mareike,

    ich hatte mich auch bereits gefragt, was bei dir los ist? Ich mochte deine Art zu schreiben sehr. Danke, dass du dich hier so öffnest.

    Der Suizid eines nahen Familienmitglieds ist so unglaublich schmerzhaft. Kein Wunder, dass du da alles in Frage gestellt hast. Ich glaube, anders geht es auch gar nicht, wenn im Schmerz das Innerste nach außen gekehrt wird.

    Das Thema Lebenskrise habe ich gerade in einer Blogparade auf meiner Seite aufgegriffen. Uns allen begegnen irgendwann mehr oder minder schwere Krisen und darüber ist es wichtig zu reden.

    Manuela Schillinge-Gabriel schrieb dabei auch über den Suizid ihres Ehemannes vor 7 Jahren. Falls es dir gerade nicht zu nahe ist, kannst du es lesen. Sie hat ähnliches empfunden und inzwischen zu einem neuen Leben gefunden. Ich verlinke ihn hier.

    Alles Liebe und ganz viel Kraft, Energie wünsche ich dir.

    http://kindheitinbewegung.net/wie-ich-in-der-groessten-trauer-meine-wahre-groesse-fand/

    1. Liebe Dagmar,

      ich bin dankbar für deinen Input und auch, dass du das Thema Lebenskrisen aufgreifst, wird doch darauf häufig ein Deckel gehalten. Dabei sind darin unsere größten Wachstumschancen zu finden. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mich dieses Ereignis sehr verändert hat bzw. meine Sicht auf das Leben. Das Geschenk ist eine erhöhte Achtsamkeit und Demut vor dem Leben. Es grenzt fast an ein Wunder, wie tief ich das alltägliche Erleben in mich aufnehmen und mich daran erfreuen kann, auch wenn es dazu noch einiges an Trauerarbeit gibt.
      Ich danke dir für deinen Beitrag und dein Mitgefühl.
      Alles Liebe
      Mareike

  10. Liebe Mareike,

    ich habe mich schon gewundert so lange nichts von Dir zu hören.
    Die Umstände weshalb, die Du schilderst, sind ja kaum tragbar
    Ich wünsche Dir trotz diesem großen Verlust viel Kraft, Lebensfreunde und Spaß mit Deinem kleinen Sohn.
    „Es ist doch ein klitzekleiner Trost“,
    Du hast noch ein Stück, einen Menschen, ein Teil von Deinem Mann, den es ohne Deinen Mann nicht geben würde:
    DEINEN SOHN!

    Viel Kraft, Zuversicht, Liebe für Deinen Sohn …

    Harald

    1. Lieber Harald,
      hab vielen Dank für deine guten Wünsche. Ich denke auch immer wieder daran, dass in Richard ein Stück meines Mannes weiter lebt. Das gibt mir viel Kraft und ich bin mit ihm seither noch enger zusammen gerückt, würdige und genieße jeden Moment mit ihm.
      Alles Liebe
      Mareike

  11. Dein Beitrag hat mich gerade persönlich emotiol mitgerissen und konnte mitfühlen wie es dir geht u was in dir vorgeht! Ich kenne diese emotionalen Gedanken die einen verändern.es ist umglaublich wichtig sich dabei nicht Allein zu Fühlen oder alleine zu sein das man Hilfe bekommt von Menschen denen man sich öffnet u anvertraut ohne verurteilt und verletzt zu werden um wieder zu sich zu kommen.aufgefangen zu werden vom Leben zurück in die Realität! Ich wünsche dir u deinem Sohn die Sonne im Herzen u immer zum lachen zurückzukehren u die kleinen Dinge im Leben euch immer erhalten sind um sich daran zu erfreuen u sich hochzuziehen. In Gedanken gerade bei dir liebe Grüsse Nici

    1. Liebe Nici,
      ich teile deine Gedanken, dass es wichtig ist, in harten Zeiten die Gelegenheit zum Austausch zu haben. Durch diesen Artikel konnte ich mich auch noch ein Stück weiter öffnen, als nur in meinem Freundeskreis. Das war in den letzten Tagen eine sehr berührende Erfahrung, weil du und viele andere Menschen mir signalisiert haben, dass sie mit mir fühlen. Was für ein Geschenk! Ich danke dir von Herzen!
      Mareike

  12. Liebe Mareike

    Ich bin sehr berührt von deinem Beitrag. Vielen Dank, dass du ihn teilst. Ich habe mich sehr verbunden gefühlt beim Lesen, auch dankbar. Zeigt auch mir, wie von einer Sekunde auf die andere das Leben sich völlig verändern kann.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und ein begleitet sein, im innen wie im aussen für die vielen Emotionen und Gefühle. Und ich freue mich wieder öfter von dir zu lesen, was mich sehr bereichert.

    Mein Mitgefühl sende ich dir von Herzen für das was war, für das was ist und für das was noch kommt.

    Yvonne

    1. Liebe Yvonne,
      ich freue mich, dass ich dich berühren durfte. Ich bin auch dankbar für dein Mitgefühl aber am meisten wünsche ich mir, dass diese Geschichte den Effekt hat, auch andere Menschen dafür zu sensibilisieren, wie kostbar das Leben ist. Wenn mir das bei dir gelungen ist, dann bin ich auch dankbar für meinen Mut, diese Geschichte mit euch allen zu teilen.

      Von Herzen alles Liebe
      Mareike

  13. Liebe Mareike, ich bin eigentlich eine stille Mitleserin, aber wie kann man deine Zeilen – die einen tief berühren – unkommentiert lassen?!
    Du bist eine sehr mutige und starke Frau. Ich wünsche euch beiden von Herzen alles Gute, viel Kraft und Sonne!
    Danke, dass du diesen Blog mit uns geteilt hast!
    Alles Liebe Patricia

    1. Liebe Patricia,

      ich danke dir für deine Anteilnahme und dein ermunterndes Feedback. Ich freue mich sehr, dass ich so viele Menschen mit meiner Geschichte erreicht habe und bin auch sehr dankbar für die „stillen Mitleser“.
      Von Herzen
      Mareike

  14. Liebe Mareike,

    mit klopfendem Herzen hab ich deinen Beitrag gelesen. Bin mit Mitgefühl und Entschlossenheit in Kontakt gekommen, mit Dankbarkeit für dein dich zeigen, mit Hoffnung und dem Gefühl an deiner Seite zu stehen – Schulter-an-Schulter. Bin froh, dass mich das Leben vor einigen Monaten über deinen Blog stolpern ließ! Wenn du magst, schenk ich dir gerne mein einfûhlsames Ohr – meld dich einfach, wenn du dich beschenken lassen magst.

    Sende dir und deinem Sohn ganz viel Wärme und Lebensfreude. Auf das Leben.
    Von Herzen, Annett aus Berlin

    1. Liebe Annett,
      vielen Dank für deine mitfühlenden Worte. Ich komme gern darauf zurück, wenn ich es brauche. Auf das Leben!
      Alles Liebe,
      Mareike

Schreibe einen Kommentar zu Mareike Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll To Top