Warum ich Heiligabend als Kind hasste und das heute zum Glück anders ist

Warum ich Heiligabend als Kind hasste und das heute zum Glück anders ist

In diesen Tagen reflektiere ich viel darüber, wie ich das Zusammenleben mit meinem Sohn noch friedvoller gestalten kann. Im letzten Artikel habe ich ja von meinen Herausforderungen berichtet…

Und da ich mich auf diese Reise begeben habe, kommen manchmal auch unangenehme Dinge zu Tage. So ereilte mich kürzlich ein Gefühl der Schwermut, eine innere Beklemmung. Ich verstand zunächst nicht, wo das herkommt. Dann erinnerte ich mich neulich im Halbschlaf an eine Szene aus meiner Kindheit, die sich an Weihnachten abspielte.

Diese Erinnerung war sehr schmerzhaft und mir wurde bewusst, dass ich immer noch traurig bin, weil es im Grunde immer das Gleiche war an Weihnachten. Seit ich denken konnte, war Weihnachten, speziell der Heilige Abend, in meiner Kindheit geprägt von Stress, Streit und einer Menge Wut und Traurigkeit.

Das lief in meiner Wahrnehmung ungefähr so ab:

Mein Vater schmückte am Vormittag den Weihnachtsbaum und meine Mutter werkelte in der Zwischenzeit in der Küche. Sie bereitete Essen vor. Wir vier Kinder, von zu viel Zucker und Vorfreude total aufgeputscht, tobten durch das Haus.

Irgendwann, ich glaube so nach dem Mittagessen, begann mein Vater meist zu brüllen, weil irgendwer zu laut war oder er einen handfesten Streit mit meiner Mutter hatte. (mehr …)

„Mama, warum schreist du mich an?“ – Über eine kurze Explosion und warum ich diese Situation feiere

„Mama, warum schreist du mich an?“ – Über eine kurze Explosion und warum ich diese Situation feiere

Heute Morgen ist es seit langem mal wieder passiert. Ich habe meinen Sohn angebrüllt!

Meine Arbeitstage sind derzeit mit Terminen und To-dos bis unter die Decke gefüllt! Ich könnte von morgens bis abends arbeiten. Ich habe auch Lust darauf, nur eben weniger Energie und Ressourcen, als mir lieb ist.

Mein Kind beherrscht es mit Perfektion, seine Finger auf meine wunden Stellen zu legen. So drückt er genau die Knöpfe, die mich immer wieder zur Selbstreflektion einladen. So auch heute Morgen:

Normalerweise ist es, einmal in den Straßensachen, kein Problem, morgens aus dem Haus zu kommen. Heute war jedoch alles anders. (mehr …)

Wie ich mit meiner Wut Frieden schloss

Wie ich mit meiner Wut Frieden schloss

Nächste Woche ist es soweit: Der erste Todestag meines Mannes steht an. Mit gemischten Gefühlen schaue ich auf das vor mir liegende Ereignis und mir schlottern ein bisschen die Knie. Ich bin enorm unsicher, wie ich diesen Tag begehen will. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, ob und wie ich seiner gedenken will.

Nun, nach fast einem Jahr bin ich in meiner Trauerarbeit durch ziemlich viele emotionale Phasen gegangen. Ich habe tiefe Traurigkeit erlebt. Immer wieder erfassten mich Angst und auch Zweifel, dass ich dieses Erlebnis jemals verarbeite und meinen Weg gehen kann.

Und ich hatte viel Wut. (mehr …)

10 Wutfallen im Familienalltag und wie du sie entschärfen kannst – Teil 2

10 Wutfallen im Familienalltag und wie du sie entschärfen kannst – Teil 2

Nachdem ich vergangene Woche über die ersten fünf der angekündigten zehn Wutfallen geschrieben habe, möchte ich mich heute mit dem zweiten Teil auseinander setzen.
Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass Wut viel mit deinen Gedanken und deiner Perspektive auf eine bestimmte Situation zu tun hat. Das ist tatsächlich auch einer der beiden Hauptaspekte, die sie ausmachen. Letzte Woche schrieb ich über den Zusammenhang von Wut und hungernden Bedürfnissen. Heute vertiefe ich den Zusammenhang mit unseren Gedanken noch weiter. (mehr …)

„Meine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie deine Bedürfnisse!“ – Mein Schlüssel zu einem liebevolleren Familienleben

„Meine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie deine Bedürfnisse!“ – Mein Schlüssel zu einem liebevolleren Familienleben

Ich bin alleinerziehende, selbstständig berufstätige Mutter. Ich möchte für meinen Sohn das Beste. Dazu gehört für mich vor allem, dass er in Geborgenheit und Liebe aufwächst, frei von Angst und in dem Bewusstsein, dass er so, wie er ist, genau richtig ist und einfach so sein darf. Dies wirklich zu leben, erfordert von mir, dass ich den Fokus auf unsere Bedürfnisse setze. Dass ich aufmerksam bin, worum es ihm geht, wenn er Dinge tut, die mir nicht gefallen, und worum es mir geht, wenn ich von ihm Dinge verlange, die ihm nicht gefallen. (mehr …)

Dankbarkeit – eine Qualität, die ich als Geschenk aus meiner Trauerarbeit mitnehme

Dankbarkeit – eine Qualität, die ich als Geschenk aus meiner Trauerarbeit mitnehme

Heute sind es 241 Tage, seitdem mein Mann von uns gegangen ist. Die Zeit, die seit diesem Ereignis vergangen ist, kommt mir manchmal wie eine Ewigkeit vor. Ich habe noch nie ein so ambivalentes Gefühl in Bezug auf Zeit gehabt. Diese intensiv erlebten Monate dehnen meine zeitliche Wahrnehmung enorm aus. Ich bin ganz erstaunt, wie viele innere Prozesse in diesem doch recht kurzen Zeitraum in mir stattgefunden haben.

An diesem langen Wochenende um den 1. Mai besuchte ich einen lieben Freund in Berlin, der mir in den ersten Tagen nach dem Tod meines Mannes quasi Tag und Nacht zur Seite stand. Ich empfinde ihm gegenüber tiefe Dankbarkeit, weil er so bedingungslos für mich da war. (mehr …)