„Du machst mich wütend!“ Warum dieser Vorwurf ein Irrtum ist

Heute sprach ich in meiner Facebook Gruppe Live über einen Vorwurf, den wir alle schon mal gehört und/oder selbst angewandt haben:

„Du machst mich so wütend!“

Nachdem mich einige Mails erreichten, dass manche Menschen eben nicht auf Facebook sind und trotzdem gern das Video schauen würden, stelle ich es einfach als Vlog ein.

Ich wünsche dir viele gute Aha-Effekte:

Und wenn du jetzt merkst, da sind noch viele Fragen in dir oder du hast Lust mehr zu lernen, dann schreib mir gern eine Mail unter liebevollefamilie@gmail.com.

Das Thema Gedanken und ihren Einfluss auf unsere Gefühle beackere ich auch ganz intensiv in den 8 Modulen meines Wut-Kurses. Also wenn du Lust hast, schau da mal rein.

Alles Liebe

Mareike

24/7 mit Kleinkind – eine neue Übungsmatte im Umgang mit meiner Wut

Puuuh, die Zeit rast und schon sind wir mitten im Vorweihnachtstrubel. Ich habe den November sehr intensiv erlebt: Ich bin umgezogen, durfte die dazugehörigen organisatorischen Herausforderungen meistern, mein Sohn ist aktuell zu Hause und nicht im Kindergarten und meine berufliche Tätigkeit fordert mich ganz schön heraus. Das Schreiben ist dabei definitiv zu kurz gekommen.

Mit meinem Sohn 24/7 zusammen zu sein, ist für mich seit der Elternzeit ein neues Abenteuer. Ich habe das bewusst so gewählt, weil ich wollte, dass er erstmal entspannt ankommt hier in Hamburg. Er sollte nicht sofort von einem Umfeld mit vielen Eindrücken in ein neues gestoßen werden. Read more

Drei Antworten auf die Frage, was du aus deiner Wut lernen kannst.

"Ich will diese Wut in den Griff bekommen. Ich bedaure die Ausraster gegenüber meinen Kindern hinterher jedes Mal so sehr.“

So oder so ähnlich beginnen zahlreiche Gespräche, die ich im Rahmen meiner Arbeit als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation mit Menschen führe.

Was mich dabei immer wieder berührt und in diesen Tagen stark umtreibt, ist weniger die Tatsache, dass ich solche Gespräche führe, sondern die Verzweiflung, die ich darin lese. Viele Eltern sind inzwischen durch die aktuelle Flut an Informationen über Ergebnisse der Hirn- und Bindungsforschung und auch Blogs über „Unerzogen“ und bedürfnisorientiertes Familienleben stark sensibilisiert. Ich begrüße das natürlich sehr. Allerdings spüre ich auch, wie das den inneren Druck für viele Eltern erhöht, die sich ohnehin schon in einem ständigen Teufelskreis aus Verunsicherungen und Selbstzweifeln bezüglich des Umgangs mit ihren Kindern bewegen.

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Wenn ES doch passiert – Warum die guten Vorsätze im gewaltfreien Umgang miteinander manchmal versagen

Es ist Sonntag und bisher ist der Tag wunderbar gelaufen: Zoobesuch mit vielen Tieren und hinreißenden Staun- und Begeisterungsmomenten meines Sohnes: „Oh Mama, guck mal da, die Elefanten!“ Ein leckeres Mittagessen gab es noch obendrauf.

Dann ist es Zeit, nach Hause zu fahren, und plötzlich passiert ES. Mein Sohn bringt eine gefühlte Ewigkeit an der Statue eines Elefanten zu, lässt sich auch mit allen GFK-gemäßen Bitten nicht zum Gehen bewegen und meine Laune sinkt deutlich.

Ich spüre Ungeduld in mir aufwallen, weil wir am Nachmittag noch eine Verabredung haben. Als die Zeit wirklich knapp wird, trage ich ihn gegen seinen Willen zum Auto. Dabei haut er mir die Brille vom Kopf und wirft meine Mütze weg. Bis zu diesem Moment habe ich meine Wut noch im Griff.

Im Auto dann die Eskalation: Er will sich nicht in den Kindersitz setzen, weint, schreit und haut um sich, und ich werde richtige wütend. Stopfe ihn gegen seinen Willen in seinen Sitz und werfe den Motor an. Im Losfahren sage ich noch: „Ich fahre nie wieder mit dir in den Zoo!“ Schon während ich das sage, weiß ich, dass das nicht wahr ist, und bereue meine Worte.

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